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US-Berufungsgericht: Gewaltspiele auf einer Stufe mit hoher Literatur

04.06.2003 | 14:08 Uhr |

Ein US-Berufungsgericht, das Eighth U.S. Circuit Court of Appeals, hat eine Verordnung in St. Louis, die den Verkauf von PC- und Konsolenspielen mit gewalttätigen Inhalten an Jugendliche verbot, als nicht verfassungskonform eingestuft. Für das dreiköpfige Richtergremium verstößt die Verordnung gegen das First Amendment der US-verfassung.

Ein US-Berufungsgericht, das Eighth U.S. Circuit Court of Appeals, hat eine Verordnung in St. Louis, die den Verkauf von PC- und Konsolenspielen mit gewalttätigen Inhalten an Jugendliche verbot, als nicht verfassungskonform eingestuft. Dies geht aus einem Bericht des Wall Street Journal hervor.

Für das dreiköpfige Richtergremium verstößt die Verordnung gegen das First Amendment der US-Verfassung. Wie die Zeitung weiter berichtet, schrieb einer der Richter in seinem Gutachten, dass es unwichtig sei, ob es sich bei den Spielen um angemessene Unterhaltung handele. Sie seien genauso unter den Schutz der freien Rede zu stellen wie das Beste aus der Literatur.

Damit kippt das US-Berufungsgericht nicht nur die County-Verordnung sondern auch die Entscheidung einer untergeordneten Instanz. Ein Bezirksgericht hatte im April 2002 die County-Verordnung für gültig erklärt. Der Grund: Gewalttätige Spiele könnten Kindern schaden und das County würde nur das "körperliche und emotionale Wohlbefinden" von Kindern sicherstellen.

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