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US-Behörden verlangen wohl bald Social-Media-Konten bei Einreise

27.06.2016 | 12:48 Uhr |

Wenn ein Änderungsentwurf der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde durchgeht, dann sollen USA-Besucher bei der Einreise ihre Facebook-, Twitter- und sonstige Social-Media-Konten angeben.

Bei der Einreise in die USA sollen Besucher künftig ihre Social-Media-Konten angeben. Darauf drängen US-Zoll und -Grenzschutz US Customs and Border Protection. In einem entsprechenden Entwurf steht unter dem Abschnitt „vorgeschlagene Änderungen“, dass diese Frage unter anderem zum ESTA-Formular hinzugefügt werden sollen: „Bitte geben Sie Informationen an, die in Zusammenhang mit Ihrer Online-Präsenz stehen. Provider/Plattform und Social-Media-Name.“

Dabei soll es sich dem Behördenvorschlag zufolge um ein optionales Feld handeln, das für Überprüfungszwecke und für Kontaktinformationen verwendet werden soll. Der US-Besucher soll dieses Feld nicht zwingend ausfüllen müssen.

Konkret soll dem ESTA-Formular ein Feld hinzugefügt werden, in das man zum Beispiel seinen Facebook-Namen oder seinen Twitternutzernamen eingibt. Die dadurch gewonnenen Informationen ergänzen andere Informationen wie die Fingerabdrücke, die Antworten aus den Befragungen und diverse Datenbankabgleiche.

Wie die US-Sicherheitsbehörden die Angaben für die Social-Media-Konten auswerten wollen, geht aus dem Behördenentwurf nicht hervor.

Der Entwurf kann nun 60 Tage lang diskutiert und kommentiert werden. Danach beginnt das Entscheidungsverfahren.

Möglicher Anlass für diese Ergänzung könnte das San-Bernardino-Massaker vom 2. Dezember 2015 sein, wie die Technik-Nachrichtenseite The Verge spekuliert. Einer der beiden Attentäter hatte während der Schießerei auf Facebook eine Erklärung veröffentlicht und zudem im Vorfeld private Nachrichten an Facebook-Kontakte geschickt, in denen er Gewaltattacken thematisierte.

 




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