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US-Bank verliert 90.000 Kundendaten

12.01.2006 | 11:49 Uhr |

Erst gestern berichteten wir über ein Luxus-Hotel, aus dessen Datenbank bis zu 55.000 sensible Kundendaten gestohlen wurden, und nun berichtet eine US-Bank, Informationen zu rund 90.000 Kunden verloren zu haben. Der Verbleib der Daten ist unklar, allerdings wäre es für mögliche Übeltäter laut Bank relativ schwierig, Nutzen aus den Informationen zu ziehen.

Die People's Bank aus Bridgeport, Connecticut (USA), hat den Verlust von 90.000 Kundendaten einräumen müssen. Die Informationen sind laut Bank auf einem Magnetband enthalten gewesen, das per Kurierdienst UPS an das Transunion LLC Credit Reporting Buerau in Woodlyn, Pennsylvania geschickt wurde. Zu den Informationen gehören unter anderem Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern.

Derzeit laufen bei UPS Untersuchungen, wo die Sendung abgeblieben sein könnte, so UPS-Sprecherin Heather Robinson. Wann das Paket abhanden gekommen ist, wollte die Sprecherin nicht mitteilen. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass das Paket

Bislang sind laut Bank keine Fälle bekannt geworden, bei denen die Daten missbräuchlich verwendet wurden. Zudem sei es für eventuelle Übeltäter auch recht schwierig, Nutzen aus dem Material zu ziehen. Zum einen seien nicht genügend Informationen enthalten, damit jedermann einfach auf ein fremdes Bankkonto zugreifen könne und zum anderen sei das Magnetband nur über ein Mainframe und die dazugehörige Software überhaupt auslesbar.

Dennoch will die Bank betroffenen Kunden einen einjährigen, kostenlosen Monitoring-Service für ihre Konten anbieten. Sollten während dieses Zeitraums ungewöhnliche Transaktionen festgestellt werden, könnten die Anwender rasch informiert werden, so die Bank.

Luxus-Hotel: Tausende Kundendaten gestohlen (PC-WELT Online, 11.01.2006)

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