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US-Ausschuss warnt vor ZTE und Huawei

08.10.2012 | 11:33 Uhr |

Die Android-Hersteller ZTE und Huawei sehen sich mit Spionage-Vorwürfen von US-Abgeordneten konfrontiert. Beide bestreiten die Vorwürfe.

US-Abgeordnete eines Ausschusses mit Republikaner-Mehrheit warnen vor den chinesischen IT-Firmen Huawei und ZTE, die beispielsweise Android-Smartphones herstellen. Das berichtet der Guardian unter Verweis auf einen Report aus dem Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Zu groß schätzt der den Einfluss der chinesischen Regierung auf die Unternehmen ein und sehe gar eine Gefährdung der nationalen Sicherheit in den Tätigkeiten der beiden Firmen in den USA. Die Empfehlung des Reports: Die US-Regierung soll keine IT-Teile von Huawei oder ZTE verwenden.
 
Huawei ist ein Privatunternehmen, das von einem ehemaligen Ingenieur aus dem chinesischen Militär gegründet worden sein soll. Nach Ericson aus Schweden soll Huawei mittlerweile der zweitgrößte Zulieferer der Telekommunikations- und Netzwerk-Ausstatter sein und in über 140 Ländern aktiv sein. Zuletzt hat Huawei in Deutschland mit dem Ascend P1 Android-Smartphone überzeugen können. ZTE sei der viertgrößte Hersteller von Handys und habe 90.000 Angestellte weltweit. Außerdem sei ZTE der fünftgrößte Telekommunikations- und Netzwerk-Ausstatter. ZTE will das erste Smartphone mit Firefox OS bauen. Auch in den USA sind Huawei und ZTE mit ihren Smartphones zunehmend vertreten, die Angst der US-Abgeordneten scheint sich jedoch überwiegend auf ihre Funktion als Telekommunikations- und Netzwerk-Ausstatter zu beziehen.
 
Besonders kritisiert wird die angebliche Blockadehaltung der chinesischen Firmen bei der Untersuchung des Ausschusses. ZTE soll etwa auch den Iran mit Ausrüstung beliefern, habe sich aber gegenüber den USA geweigert, genaue Auskunft über seine Tätigkeiten vor Ort abzugeben. Es läge zudem eine Liste von 19 Personen vor, die bei ZTE arbeiten und Mitglied der kommunistischen Partei Chinas seien. Huaweis Vize-Präsident der USA, William Plummer, sieht das anders. Man habe sehr wohl mit den Untersuchern kooperiert und sei global vertrauenswürdig und respektabel. ZTE sieht sich ungerecht behandelt, da man deutlich größere Konkurrenten nicht in die Untersuchung aufnehme.

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