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UMTS-Gebote über 80 Milliarden

15.08.2000 | 13:39 Uhr |

Mit knapp über 80 Milliarden Mark haben die Gebote für die UMTS-Mobilfunklizenzen einen weiteren Schwellenwert durchbrochen. Als Erster der Bewerber war Mannesmann Mobilfunk (D2) bereit, für eine große Lizenz mehr als 20 Milliarden auf den Tisch zu blättern.

Mit knapp über 80 Milliarden DM haben die Gebote für die UMTS-Mobilfunklizenzen (siehe Glossar) einen weiteren Schwellenwert durchbrochen. Nach der 142. Versteigerungsrunde kletterte die Summe der Höchstgebote auf 80,5 Milliarden DM. Damit könnte Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) bereits das Vierfache des Betrages einstreichen, den er für den Haushalt eingeplant hatte.

Als Erster der noch vorhandenen sechs Bewerber war Mannesmann Mobilfunk (D2) bereit, für eine große Lizenz (drei Frequenzblöcke) mehr als 20 Milliarden DM auf den Tisch zu blättern. Das Gebot der Tochterfirma des britischen Vodafone-Konzerns kletterte auf 20,3 Milliarden DM.

Auch wenn auch die UMTS-Sieger feststehen, ist die Versteigerung in Mainz noch nicht abgeschlossen. Die Gewinner sind nämlich berechtigt, in einem zweiten Abschnitt zusätzliche Frequenzen zu ersteigern. Hiermit können sie ihre erworbenen UMTS-Lizenzen aufwerten. Mit diesen Frequenzen stünde ihnen in ihren neuen Netzen dann ein zusätzlicher Kanal zur Verfügung.

Dabei geht es um fünf Frequenzblöcke von jeweils fünf Megahertz (ungepaart/1x5) sowie gegebenenfalls nicht-vergebene Frequenzen (gepaart/2x5) aus der ersten Auktionsrunde. Begrenzungen für die Teilnehmer gibt es nicht. Das heißt, jeder der Bieter darf - anders als in der ersten Runde - so viele Blöcke ersteigern wie er möchte. Das Mindestgebot für einen ungepaarten Block beträgt 50 Millionen DM, für einen gepaarten (2x5 Megahertz) 100 Millionen DM. Diese Auktionsrunde ist beendet wenn für keinen der Frequenzblöcke ein gültiges Angebot abgegeben wird.

Erst danach stehen die endgültigen Auktionserlöse fest. Nach schriftlicher Zahlungsfestsetzung müssen die UMTS-Gewinner innerhalb von zehn Tagen die entsprechenden Beträge komplett an die Bundeskasse überweisen. Die hinterlegte Kaution wird angerechnet. (PC-WELT, 15.08.2000, dpa/ lmd)

UMTS-Gebote über 50 Milliarden

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