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UMTS-Gebote über 50 Milliarden

11.08.2000 | 13:20 Uhr |

Nach Runde Nr.122 sind mittlerweile knapp 55 Milliarden Mark für die insgesamt zwölf Frequenzblöcke für die UMTS-Nutzung ((Glossar:UMTS)) geboten worden. Von den insgesamt sieben an der Versteigerung beteiligten Unternehmen sind noch alle im Rennen. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass heute die erste Firma auf der Strecke bleibt.

In der Runde Nr.122 sind mittlerweile knapp 55 Milliarden Mark für die insgesamt zwölf Frequenzblöcke (à 10 Mhz) geboten worden, die für die UMTS-Nutzung (siehe Glossar) bereitgestellt werden.

Um eine UMTS-Lizenz zu erhalten, müssen mindestens zwei Frequenzblöcke ersteigert werden, maximal darf ein Unternehmen drei dieser Blöcke erhalten. Die daraus resultierenden Lizenzen haben eine Laufzeit bis 2020.

Mittels UMTS wollen die Unternehmen die Welt des Mobilfunks revolutionieren. Videoübertragungen, Spielfilme auf dem Handy und und und, all das soll bei einer maximal erreichbaren Datengeschwindigkeit von bis zu 2Mbit/s möglich sein.

Die Summe von 55 Milliarden Mark ergibt sich aus den Einzelgeboten pro Frequenzblock. Pro Runde müssen die Bieter ihr altes Höchstgebot um mindestens 10% erhöhen. Dies erklärt auch die immer rasantere Preisentwicklung.

Von den insgesamt sieben Unternehmen, die an der Versteigerung teilnehmen, ist noch jedes im Rennen. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass am Freitag das Erste auf der Strecke bleiben wird.

Bundesfinanzminister Eichel hat als Ergebnis dieser Versteigerung 20 Milliarden fest in den Haushalt eingeplant. Das aktuelle Ergebnis übertrifft die Erwartungen also bereits um mehr als das Doppelte! Der Erlös soll voll in den Abbau der Staatsschulden fließen, die dadurch eingesparten Zinsen will Eichel unter anderem den Gebieten Bildung sowie Verkehrsprojekten zukommen lassen.

Begehrlichkeiten der Bundesländer sind für Hans Eichel kein Thema, so übersetzt er UMTS auch mit: "Unerwartete Mehreinnahme zur Tilgung von Staatsschulden". (PC-WELT, 11.08.2000, mp)

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