35156

Daten von 84.000 Gefängnis-Insassen sind verschwunden

22.08.2008 | 15:15 Uhr |

Nicht nur Deutschland hat es einen Datenschutz-Gau gegeben, auch in Großbritannien hat der Datenschutz jetzt eine schwere Schlappe erlitten. Dort geht es aber im Unterschied zu Deutschland nicht um Kundendaten, die unzulässig kursieren, sondern um die Personendaten von 84.000 Gefängnis-Insassen, die verloren gegangen sind.

Die Daten von 84.000 Gefängnis-Insassen, die in England und Wales hinter Gittern sitzen, befanden sich auf dem USB-Speicherstick, der jüngst verloren ging. Der Datenträger sollte vom britischen Home Office , das für Belange der inneren Sicherheit Großbritanniens zuständig ist, zu einem Vertragsunternehmen gebracht werden. Die Daten auf dem USB-Stick wurden für den Transport aber nicht verschlüsselt. Und prompt gibt der Stick verloren.

Jetzt suchen die britischen Behörden nicht nur den Stick, sondern sie untersuchen auch, wieso ein derart nachlässiger Umgang mit solch sensiblen Daten überhaupt möglich war. Die Firma, die die Daten erhalten sollte, bemerkte den Verlust am Montag und bestätigte das am Dienstag dem Home Office.

0 Kommentare zu diesem Artikel
35156