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Twitter will Nutzerdaten mit Perfect Forward Secrecy besser schützen

23.11.2013 | 12:03 Uhr |

Twitter verschlüsselt seine Nutzerdaten künftig mit Perfect Forward Secrecy. Damit gesellt sich der Microblogging-Dienst zu Google, Mozilla, Facebook und Co.

In Zeiten von immer neuen NSA-Schlagzeilen, sind die großen Internet-Unternehmen zunehmend bemüht, ihren Kunden ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. So kündigte Twitter heute an, Daten künftig mit Perfect Forward Secrecy verschlüsseln zu wollen. Die Technologie, die auch bereits bei Google, Mozilla und Facebook zum Einsatz kommt, soll Geheimdiensten und Regierungsbehörden das Ausspähen von Nutzerdaten erschweren oder unmöglich machen.

Bevor Whistleblower Edward Snowden vor wenigen Monaten erschreckende Details über die Spähaktionen der Geheimdienste enthüllte, fühlte sich ein Großteil der Internet-Nutzer mit der klassischen Verschlüsselungstechnik SSL noch sicher. Über Snowden wurde jedoch bekannt, dass die Geheimdienste von ihnen aufgezeichnete Sitzungen einfach wieder entschlüsseln können, indem sie per Gerichtsbeschluss den Master Key des Dienste-Anbieters heraus verlangen.

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Um Nutzer auch dann noch schützen zu können, wenn ein SSL-Key herausgegeben oder gestohlen wurde, integrieren viele Unternehmen inzwischen das Perfect Forward Secrecy Verfahren. Hier können aufgezeichnete Sitzungen auch nachträglich nicht ohne weiteres wieder entschlüsselt werden, da für jede Sitzung ein temporärer Sitzungsschlüssel generiert wird, der weder übertragen noch gespeichert wird.

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