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Student muss wegen rassistischer Tweets in den Knast

28.03.2012 | 12:33 Uhr |

Ein 21-jähriger britischer Student ist wegen eines rassistischen Tweets zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Der 21-jährige britische Student Liam Stacey ist zu einer Haftstrafe von 56 Tagen verurteilt worden, nachdem er vor Gericht zugegeben hatte, rassistische Tweets auf Twitter über den Fußballer Fabrice Muamba gesendet zu haben. Muamba war am 17. März bei einer Pokalspiel-Begegnung während des Spiels nach einem Herzstillstand zusammengebrochen und konnte erst nach 70 Minuten wiederbelebt werden. Damals war nicht klar, ob Muamba überleben würde. Mittlerweile beginnt Muamba sich im Krankenhaus wieder zu erholen und die Ärzte beschreiben seine Situation als "ernst aber stabil".

Liam Stacey hatte sich laut einem Bericht von BBC kurz nach dem Zusammenbruch von Muamba auf Twitter über den dunkelhäutigen Spieler lustig gemacht und mit dem Hashtag "#haha" darüber gelacht, dass der Spieler tot sei. Es folgten noch weitere Tweets, nachdem auf Twitter die ersten Reaktionen auf den rassistischen Tweet folgten.

Vor Gericht versuchte sich Stacey zunächst damit herauszureden, dass sein Twitter-Konto gehackt worden sei. Der Polizei hatte er gesagt, dass er an diesem Tag während des Mittagessen zu viel Bier getrunken und dann später beim Verfassen der Tweets betrunken gewesen sei. Der zuständige Richter John Charles wollte keine der Ausreden gelten lassen und zeigte auch keinerlei Verständnis für die Tweets von Stacey und schickte ihn ins Gefängnis. "Es war nicht die Fußball-Welt, die für das Leben von Muamba betete. Jeder betete für sein Leben", sagte der Richter und fügte hinzu, dass er keine Alternative zu einer sofortigen Haftstrafe sehe. Von seiner Universität war Liam Stacey bereits bis auf weiteres suspendiert worden.

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