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Follower bestimmen nicht Relevanz der Tweets

12.09.2010 | 14:03 Uhr |

Die Relevanz eines Tweets wird nicht von der Anzahl der Follower bestimmt. Nur weil man wie Ashton Kutcher oder Lady Gaga eine Horde an Fans auf Twitter hat, bedeutet das nicht gleich, dass man unter den einflussreichsten Leuten im Twitter-Universum ist.

Täglich werden ungefähr 50 Mio. Tweets produziert, aber die meisten User lesen nur zehn oder 20 Messages während einer Sitzung. In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, welche Tweets relevant sind und welche nicht. "Sieht man sich das Thema Einfluss im Social Web genauer an, wird schnell klar, dass es nicht um Quantität - Zahl der erreichten Nutzer - geht, sondern vielmehr um Qualität. Also um die Frage, wer mir überhaupt zuhört", erklärt Ed Wohlfahrt, Geschäftsführer der gleichnamigen Social-Media-Agentur , im pressetext-Interview. "Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass ein Twitter-Account, der von den 'richtigen' 300 Personen gelesen wird, mitunter einflussreicher sein kann als einer, der über tausend Follower verfügt," sagt Wohlfahrt.

Mit der Selektion von Nachrichten auf Twitter beschäftigen sich schon einige Portale. Diese Plattform gibt beispielsweise Aufschluss darüber, wer die einflussreichsten Leute auf Twitter sind. Diese Webseite gibt es seit Mai und sie durchforstete seitdem die Top-Trend-Themen des Microblogging-Dienstes. Das Portal nutzt einen bestimmten Algorithmus, um die einflussreichsten Leute, die über Trend-Themen posten, zu bestimmen und zu reihen. Neben der Identifizierung dieser Tweeter, gibt der Algorithmus Aufschluss darüber, ob die Tweets positiv, negativ oder neutral sind.

Beispiel: Wenn ein User an Baseball interessiert ist, wird die Webseite die einflussreichsten Twitter-Nutzer ranken, die aktiv über Baseball posten sowie eine gewisse Anzahl an Follower haben, die auch über diese Sportart berichten. "Die Selektion und das individuelle Konfigurieren von bestimmten Nachrichten ist die große Herausforderung", sagt Social-Media-Experte Günter Exel gegenüber pressetext.

Ein weiteres Tool zur Filterung von Tweets ist http://twittertim.es . Dabei handelt es sich um eine individuell gestaltete Zeitung, die Meldungen aus dem Kreis der Follower darstellt. Jeder User kann diesen Service für sich konfigurieren und erhält dann individuelle Nachrichten. "Twitter selbst ist nur das Trägermedium, aber eben weil es so universell abrufbar ist, besteht die Herausforderung darin, mit Daten mit Twitter etwas Neues zu gestalten", erklärt Exel.

(pte)

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