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Raus aus der Anonymität

29.08.2010 | 13:40 Uhr |

Twitterer können sich nun auch im realen Leben kennenlernen. Möglich ist das bei diversen sogenannten "Twittagessen" oder dem Projekt Twistanbul. Die Anonymität des sozialen Netzwerks scheint allmählich ihren Reiz zu verlieren.

Twittagessen wurde von Roman Zenner und Christoph Zillgens ins Leben gerufen. "Es müsste doch eine Möglichkeit geben, Leute ausfindig zu machen, die wie wir mal aus dem einsamen Büro raus wollen, um ein bisschen mit anderen zu reden", beschreibt Zillgens den Grundgedanken zur Entwicklung des Treffens gegenüber pressetext.

Ursprünglich stammt die Idee aus Belgien. "Inspiriert wurden wir bei der Umsetzung durch die Website twunch.be, die für den belgischen Raum etwas ähnliches bietet", so Zillgens. In regelmäßigen Abständen finden mittlerweile solche Meetings in Deutschland und Österreich statt. Wenn es ein Twittagessen in der Nähe von Interessenten gibt, können sie sich einfach einschreiben. Dazu einfach auf den "Teilnehmen-Button" auf der Website klicken.

Twitterer können auch selbst ein Treffen organisieren. "Um die Auswahl zwischen diversen Lokalitäten zu erleichtern, sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben den Städteguide qype.de eingebunden. Darüber können Nutzer geeignete Restaurants und Lokale finden und auswählen", erklärt Zillgens gegenüber pressetext. Twittagessen hat zur Zeit knapp 900 Follower, die sich über das Projekt informieren. "In den gut 15 Monaten, in denen das Projekt besteht, fanden rund 700 bis 800 Twittagessen statt", beschreibt der Mitgründer den Erfolg.

Auch Digitalks springt auf den Zug, Twitterer live zu treffen, auf und geht sogar noch einen Schritt weiter. Meral Akin-Hecke organisiert eine Twitterreise nach Istanbul. "Alle Interessierten können mitreisen, twittern ist keine Bedingung. Wir wollen gemeinsam die Stadt erkunden und im realen Leben zusammen etwas unternehmen", so die Gründerin von Digitalks im Gespräch mit pressetext.

Momentan gibt es zehn Anmeldungen für die Twitterreise. Die Idee entstand über das soziale Netzwerk. "Die Social-Media-Themen brachten Menschen zusammen. Daraus haben sich neue Interessen ergeben und sich die Idee mit Istanbul entwickelt", so Akin-Hecke. Über den Vorschlag, so ein Projekt jedes Jahr aufzuziehen, zeigt sich die Digitalks-Gründerin begeistert: "Mal schauen, ob ich jedes Jahr mitfahre, aber organisieren würde ich es auf jeden Fall."

(pte)

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