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TwinBell: UMTS-Handy mit zwei SIM-Steckplätzen

Das TwinBell des Münchner Herstellers Pepper Bell gibt dem Nutzer die Möglichkeit, gleichzeitig unter zwei Handynummern erreichbar zu sein. Eine SIM-Karte kann etwa als Datenkarte verwendet werden, die UMTS-Anbindung sollte auch gößere E-Mail-Pakete und Internetseiten schnell auf das Gerät befördern.

Viele Menschen telefonieren mit einem Handy privat und einem zweiten geschäftlich, um die Rechnungen fein säuberlich auseinanderzuhalten; ein paar wenige mit Bastlergeschick in ihren Fingern begnügen sich mit einem Handy, in dem ein Dual-SIM-Adapter mit zwei SIM-Karten arbeitet. Doch die zunehmende Miniaturisierung der Komponenten macht es möglich, Mobiltelefone mit redundanten Komponenten auszustatten, ohne die Geräte zu unhandlich werden zu lassen. Und so bieten mehr und mehr Hersteller Modelle mit doppelter Empfangsanlage und den dazugehörigen SIM-Steckplätzen an.

Zu diesen Anbietern gesellt sich jetzt die Bell Pepper Mobile AG mit ihrem TwinBell. Das Mobiltelefon in Barrenform verfügt über zwei unabhängig voneinander operierende Sende- und Empfangseinrichtungen, die den Betrieb von zwei SIM-Karten gleichzeitig erlauben. Der Nutzer kann im Unterschied zu früheren Modellen aus China oder Italien gleichzeitig in zwei Netzen eingebucht sein oder eine der beiden SIM-Karten auswählen, über die er erreichbar sein möchte. Bei abgehenden Gesprächen bieten unterschiedliche Ruftasten Zugriff auf die entsprechende SIM-Karte, über die das Gespräch abgerechnet werden soll.

Für die Unterhaltung im Zug oder auf langen Flügen sorgt ein Mediaplayer, der sowohl Audiodateien im MP3-, AAC(+)- und WAV-Format abspielt als auch Videos mit der Kodierung 3GP und H.263; eine 2-Megapixel-Kamera macht Erinnerungsfotos vom Reiseziel.

Die Motive werden über das 2,2-Zoll-Display erfasst, das mit 262.144 Farben und einer Auflösung von 240x320 Pixeln aktuellen Multimedia-Standards genügt. Für Fotos, Videos und Musik stehen intern 70 MByte Speicher zur Verfügung, mittels microSD-Karten ist die Erweiterung auf bis zu 2 GByte möglich. Der Kopfhöreranschluss bietet mit seinem 2,5-Millimeter-Eingang nur wenigen Modellen ungehinderten Zugang.

Triband-GSM sorgt für Erreichbarkeit in den meisten europäischen Ländern, der Datenversand erfolgt mit UMTS-Geschwindigkeit. Die in der Front integrierte VGA-Kamera erlaubt Videotelefonie. Lokal lässt sich das TwinBell per Bluetooth 2.0 oder USB mit anderen Geräten koppeln. Die Gesprächszeit wird vom Hersteller mit maximal 4,5 Stunden angegeben, die Standbyzeit beträgt höchstens 5 Tage. Das Handy kommt voraussichtlich im November in den Handel, dann ist man für 449 Euro jederzeit unter zwei Nummern erreichbar.

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