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Turrican 2002: Hervorragender PC-Remake des Klassikers

24.02.2003 | 13:07 Uhr |

Vor einer Dekade hatten Homecomputer wie Atari ST und Amiga im Spielebereich die Nase vorn. Für den PC waren gute Titel rar, die Standard-Hardware des drögen Rechenknechts verwöhnte Programmierer nicht mit spieletauglichen Voraussetzungen: Ein Klassiker war Turrican: Jump´n´Run und gepflegte Ballerei verschmolzen zu einem überzeugenden Highlight. Überzeugend ist auch die Umsetzung Turrican 2002 für den PC geworden, fast 13 Jahre nach den Versionen für die Homecomputer kann Turrican jetzt auch auf zeitgenössischen PCs springen, suchen und schießen.

Vor einer Dekade hatten Homecomputer wie Atari ST und Amiga im Spielebereich die Nase vorn. Für den PC waren gute Titel rar, die Standard-Hardware des drögen Rechenknechts verwöhnte Programmierer nicht mit spieletauglichen Voraussetzungen: Adlib-Sound war gerade mal gut für klimpernde Hintergrundmusik, erschwingliche VGA-Karten boten nicht mehr als 256 Farben bei einer Auflösung von 320x200 und Joystickports waren allenfalls auf exotischen Zusatzkarten angebracht.

So erschienen vor etwas mehr als zehn Jahren alle Spiele-Klassiker fast ausschließlich für die heute im Keller verstaubenden "Brotkästen" und "Briefbeschwerer" - wie PC-Nerds die Homecomputer von Atari Commodore zu schmähen pflegten. Nicht ohne Neid, denn gerade die Amiga 500 war für den damaligen Preis eine perfekte Spielekiste.

Viele gute Spiele blieben dem PC damals vorenthalten. Prickelnder Vier-Kanal-Sound und Blitter-Chip ließ schnelle Spielegenre gerade auf der Amiga-Platform erblühen. Ein Klassiker war Turrican: Jump´n´Run und gepflegte Ballerei verschmolzen zu einem überzeugenden Highlight.

Überzeugend ist auch die Umsetzung für den PC geworden, fast 1:3 Jahre nach den Versionen für die Homecomputer kann Turrican jetzt auch auf zeitgenössischen PCs springen, suchen und schießen. Möglich machten die erfreuliche Umsetzung die Coder von Pekaro Software.

Während die Coder von Pekaro den Namen Ihren eigenen Vornamen (Pedro, Karsten und Roy) zusammensetzten, denken eingeweihte Brotkasten- oder Briefbeschwerer-Besitzer bei Turrican eher an die Namen von Manfred Trenz und Chris Hülsbeck.

Trenz zeigte mit dem Ehrgeiz eines Hardware-Grenzgängers, was technisch für großartiges Gameplay machbar war. Hülsbeck sprengte das Limit der gängigen Soundchips mit kurzweiligen Arpeggio-Kompositionen, die Ohrwurm-Qualitäten besitzen. Das gleiche Team legte mit den Spielen "The Great Giana Sisters" (C64), "R-Type" (C64) und "Katakis" eine zuvor unerreiche Qualiät vor, an der sich viele Shooter bis heute messen müssen.

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