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Türkische Polizei verhaftet über 20 Twitter-Nutzer

05.06.2013 | 09:11 Uhr |

Die türkische Polizei hat über 20 Twitter-Nutzer verhaftet. Ihnen wird die Verbreitung "irreführender" und "beleidigender" Botschaften über den Kurznachrichten-Dienst vorgeworfen.

Während der Proteste in der Türkei gegen die Regierung sind laut türkischen Medienberichten nun erstmals über 20 Twitter-Nutzer in ihren Wohnungen von der Polizei verhaftet worden. Den Twitter-Usern wird vorgeworfen, in ihren Tweets zur Teilnahme an Protestaktionen aufgerufen zu haben und "irreführende und beleidigende" Tweets verfasst zu haben.

Erst am Montag hatte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook als eine "Bedrohung für die Gesellschaft" bezeichnet. In der Türkei erfreuen sich soziale Netzwerke einer noch höheren Beliebtheit als hierzulande.

Auf Twitter berichten die User in Tweets beispielsweise mit dem Hashtag #occupygezi über die Protestaktionen und veröffentlichen Aufrufe und Fotos. Darunter auch dieses Bild der Nachrichtenagentur Reuters, das zum Symbol für die Protestaktionen wurde und auf dem eine Frau in einem roten Kleid zu sehen ist, die von einem Polizisten mit Pfefferspray ins Gesicht besprüht wird.   Mittlerweile wurde auf Twitter auch die gesamte Sequenz der Bilder veröffentlicht, die während des "Frau im roten Kleid"-Vorfalls erstellt wurden .

Auch in der Nacht zum Mittwoch kam es in der Türkei laut einem Bericht von Spiegel Online neben friedlichen Demonstrationen auch wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

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