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Trotz Linux und Raubkopien: Microsoft investiert in China

28.06.2002 | 10:36 Uhr |

Microsoft wird in den nächsten drei Jahren 750 Millionen Dollar in die chinesische Software-Industrie investieren. Dazu verpflichtete sich der Redmonder Konzern in einer Vereinbarung mit Chinas staatlicher Entwicklungs- und Planungskommission SDPC.

Microsoft wird in den nächsten drei Jahren 750 Millionen Dollar in die chinesische Software-Industrie investieren. Dazu verpflichtete sich der Redmonder Konzern in einer Vereinbarung mit Chinas staatlicher Entwicklungs- und Planungskommission SDPC.

Die Vereinbarung beinhaltet Ausbildung und Training, akademische und wissenschaftliche Zusammenarbeit, strategische Investments und gemeinsame Entwicklungen in ortsansässigen Software-Unternehmen, wie Microsoft mitteilte. Microsoft will im Rahmen der Zusammenarbeit talentierte Software-Entwickler aus China fördern.

Microsoft erzielt mit diesem Abkommen einen wichtigen Erfolg auf einem schwierigen Markt. China ist als das bevölkerungsreichste Land der Welt zugleich einer der wichtigsten IT-Märkte. Doch gerade dieser Wachstumsmarkt droht Microsoft verloren zu gehen und an die Open-Source-Bewegung zu fallen, die sich in China einer großen Wertschätzung erfreut. So gibt es eine eigens für das Land der Mitte entwickelte Linux-Distribution namens "Red Flag", deren Einsatz in den städtischen Verwaltungen Chinas geplant ist (PC-WELT berichtete).

Zudem ist China zusammen mit einigen anderen asiatischen Staaten eine Hochburg der Software-Piraterie. In fast allen chinesischen Städten können problemlos Raubkopien von Microsoft-Produkten erworben werden (PC-WELT berichtete).

Die chinesische Post unterzeichnete eine Vertrag mit IBM über den Einsatz von Linux in ihren 1200 Büros.

Linux bootet Windows aus (PC-WELT Online, 30.04.2002)

Kein Xbox-Verkauf in China - wegen Produktpiraterie (PC-WELT Online, 16.11.2001)

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