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Trojaner killt Microsofts Antispyware-Tool

09.02.2005 | 16:32 Uhr |

Die erst kürzlich vorgestellte Schutz-Software aus Redmond ist selbst Ziel einer Malware-Attacke.

Eigentlich soll das Antispyware-Tool von Microsoft ja der Jäger sein und Schnüffelsoftware auf Rechnern aufspüren. Doch mittlerweile ist es selbst Ziel eines Angriffs: Ein Trojaner versucht, das Schutzprogramm abzuschalten.

Es waren die Antiviren-Spezialisten des Computersicherheits-Experten Sophos , die eigenen Angaben zufolge die erste Schadsoftware entdeckten, die das noch in der Betaphase befindliche Anti-Spyware-Produkt von Microsoft angreift.

Der Trojaner BankAsh-A ist dazu programmiert worden, Online-Banking-Kennwörter von ahnungslosen Windows-Anwendern zu stehlen. Betroffen sind derzeit aber nur Kunden von Online-Banken in Großbritannien wie Barclays, Cahoot, Halifax, HSBC, Lloyds TSB, Nationwide, NatWest und Smile.

Zusätzlich deaktiviert BankAsh-A aber auch das Programm Microsoft Antispyware. Das Ziel des Trojaners ist es, die Warnungen von Microsoft Antispyware zu unterdrücken, während alle Dateien im Programme-Ordner gelöscht werden.

"Dies ist der erste bekannte Versuch einer Malware, Microsoft Antispyware zu deaktivieren, aber es kann die erste von vielen zukünftigen solcher Attacken sein", sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Sobald das Microsoft-Produkt die Beta-Phase verlassen hat und von Heimanwendern eingesetzt wird, gibt es höchstwahrscheinlich immer mehr Trojaner, Viren und Würmer, die versuchen, diese Software auszuhebeln."

Weitere Informationen über den Trojaner BankAsh-A finden Sie hier bei Sophos .

Download: Microsoft Antispyware Beta 1

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