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Online-Kriminelle missbrauchen Namen eines verstorbenen Hollywood-Stars

28.01.2008 | 15:54 Uhr |

Die Nachricht vom Tod des Schauspielers Heath Ledger hat sogleich Trittbrettfahrer aus der Malware-Szene auf den Plan gerufen. Suchergebnisse bei Google und Co. führen auf Malware-verseuchte Seiten.

Ob Naturkatastrophen, politische Umbrüche oder Promi-Skandale: die Verbreiter von Malware werden bereits kurz nach dem Bekanntwerden einer solche Nachricht aktiv, um sie für ihre Zwecke auszunutzen. Jüngstes Beispiel ist der noch ungeklärte Tod des australischen Schauspielers Heath Ledger (bekannt aus dem Film "Brokeback Mountain"; siehe Bild links: Quelle Wikipedia). Sogleich werden Web-Seiten präpariert und über manipulative Suchmaschinenoptimierung auf vordere Plätze in den Trefferlisten gebracht. Wer auf die Links klickt, läuft Gefahr seinen Rechner mit Malware zu verseuchen.

Der Antivirus-Hersteller G Data aus Bochum warnt vor der missbräuchlichen Manipulation der Suchmaschinen durch kriminelle Trittbrettfahrer. Die an prominenter Stelle in den Trefferlisten auftauchenden Links zu den präparierten Seiten präsentieren zum Beispiel eine Fehlermeldung, die zur Installation eines vorgeblich notwendigen ActiveX-Elements oder Browser-Plugins auffordern.

Die Computer von Benutzern, die dieser Aufforderung nachkommen, werden ohne weitere Umwege mit verschiedenen Typen von Malware verseucht. Darunter befinden sich Trojanische Pferde, Bots, Passwortspione und betrügerische Anti-Spyware-Programme. Die Schädlinge können jedoch auch ohne derartige Installationsaufforderungen eingeschleust werden, mit so genannten Drive-by-Download, die mittels Javascript Sicherheitslücken im Browser ausnutzen.

Google und andere Suchmaschinenbetreiber sind allerdings inzwischen auch recht schnell dabei solche Seiten wieder aus dem Index zu entfernen. Trotzdem sollten Sie bei der Suche nach Informationen zu Themen dieser Art stets Vorsicht walten lassen und misstrauisch bleiben. Halten Sie Ihr Antivirus-Programm auf dem neuesten Stand und ignorieren Sie Aufforderungen zum Download vorgeblich benötigter Video-Codecs oder anderer Plugins. Nächster Halt: Superbowl.

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