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Trennt sich Sun vom Speichergeschäft?

01.03.2007 | 10:38 Uhr |

Nur 18 Monate nach der spektakulären Übernahme des Speicherspezialisten Storagetek überträgt Sun jetzt den Support für das ausgemusterte Speichersystem "6920 Virtualized Disk" an Hitachi Data Systems und heizt damit die Gerüchte über eine komplette Übergabe der Speichersparte weiter an.

Als Sun vor rund eineinhalb Jahren Storagetek übernahm, wurde der Vier-Milliarden-Dollar-Deal unter anderem damit begründet, dass sich Sun im Servicebereich verstärken wolle. Jetzt überträgt Sun allerdings Service und Support für das zur Ausmusterung anstehende 6920-Speichersystem an Hitachi Data Systems (HDS). Der Deal entfacht erneut die Gerüchte um den Verkauf des kompletten Speichergeschäfts an HDS. Sun bestätigte gegenüber dem englischen Branchendienst "Computerwire", dass der Vertrag mit HDS sowohl Kunden- als auch technischen Service für das 6920-Array umfasst, bestritt aber die Verkaufsabsichten.

Analysten beurteilen den Supportkontrakt damit, dass sich Sun so stärker für das Mittelklassesystem "NSC55" von HDS engagiere, das Sun unter eigenem Namen verkauft. Das Gerät ist eine abgespeckte Version von Hitachis Flaggschiff "Tagmastore" , das Sun ebenfalls als OEM-Produkt bezieht.

Das 6920-Speichersystem enthält einen Virtualisierungs-Router, der von Pirus Networks stammt. Dieses Startup-Unternehmen hat Sun 2002 gekauft. Die 6920-Box gilt in der Speicherbranche als Flop, und Sun teilte nie mit, wie viele Geräte verkauft wurden. Die offizielle Begründung für die Einstellung lautet, dass der Mittelklassespeicher "6540" das System 6920 ersetzen soll. (kk)

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