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Trend hin zu größeren TV-Geräten

07.07.2007 | 14:57 Uhr |

Europäische Käufer bevorzugen immer größere Bildschirmformate und investieren für hohe Qualität auch gern etwas mehr. Am besten verkaufen sich Geräte mit einer Diagonale ab 37 Zoll.

Der deutsche Trend hin zu größeren TV-Geräten zeichnet sich mittlerweile in ganz Europa ab. Dieses Ergebnis belegen die jüngsten Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschung ( GFK ) und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ( gfu ): „Wir sehen hierin ein klares Indiz für die außerordentliche Attraktivität der modernen Flachbild-Fernsehgeräte. Größere Bildschirme, höhere Auflösungen und immer leistungsfähigere digitale Bildsignalverarbeitung stehen für ein immer intensiveres Heimkino-Erlebnis. Dass die Kunden dies klar erkannt haben, zeigt ihre Bereitschaft, dafür auch mehr Geld auszugeben.", so Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu.

Der Durchschnittspreis für den TV-Kauf stieg in zehn europäischen Ländern um 21 Prozent auf 702 Euro. Vor allem das Bildschirmformat steht hoch im Käuferinteresse. So erwartet die Branche im Segment der LCD-Geräte mit einer Diagonale von 37 Zoll das größte Wachstum. Ungefähr 23 Prozent des Umsatzes mit LCD-Fernsehern entfielen 2006 auf derartig großformatige Geräte. Im Weihnachtsgeschäft 2006 konnte sogar das Segment über 37 Zoll bereits 30 Prozent des LCD-Umsatzes für sich verbuchen. TV-Schirme mit Röhrentechnik spielen in Europa nur noch eine untergeordnete Rolle. LCD- und Plasma-TVs erzielen bereits mehr als 85 Prozent des Gesamtumsatzes. Auch in den Stückzahlen konnten die Flachmänner erstmals die Röhrengeräte um knapp 2 Millionen überholen.

In den Haushalten stellen die Röhrenmodelle jedoch nach wie vor die große Mehrheit. Ende 2006 verfügten lediglich 16 Prozent über einen Flat-TV: „Der Bedarf an Flachbildfernsehern wird des-halb noch lange anhalten. Dies gilt insbesondere für die große Anzahl an Zweitgeräten; hier hat der Technologie-Wechsel gerade erst begonnen. Die Nachfrage nach Flachbild-Fernsehgeräten wird in unserer Branche deshalb noch weit über das nächste Jahr hinaus für kräftige Wachstumsimpulse sorgen.", erklärt Dr. Hecker

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