174154

Wachstumsboom bei Smartcards in Osteuropa

17.04.2010 | 15:37 Uhr |

Kartenbasierte Zahlungsmittel eröffnen Anbietern in Osteuropa enormes Wachstumspotenzial. Eine aktuelle Branchenanalyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan schätzt für den CEE-Markt bis 2015, dass die mit Smartcards getätigten Umsätze im Schnitt zwölf Prozent im Jahr zulegen werden.

Die Wachstumsrate wäre damit mehr als doppelt so hoch wie die der EMEA-Region mit 5,2 Prozent. Polen, Ungarn sowie Tschechien boomen. Der mittel- und osteuropäische Markt ist für Smartcard-Anbieter vor allem aufgrund seiner wirtschaftshistorischen Unterentwicklung interessant. Insbesondere bei der Schaffung neuer Infrastruktur für den Zahlungsverkehr besitzen die CEE-Länder noch immer Nachholbedarf. Die Branchenexperten kommen zu dem Schluss, dass sich für viele Anbieter von Smartcards optimale Möglichkeiten in Bezug auf die Neukundengewinnung für Finanzinstitute bieten.

Doch längst nicht nur der Finanzsektor hat die nützlichen Karten mit Chip für sich entdeckt. Dass Smartcards auch von Stellen wie zum Beispiel dem Einzelhandel ausgegeben werden, steigert die Attraktivität des Marktes nochmals. Denn auf diese Weise lassen sich nicht nur die Nachfrage der Verbraucher, sondern auch deren Verhalten stimulieren. Neueinsteiger in den Smartcard-Markt sollten sich aber zuverlässige lokale Partner vor Ort suchen, rät Frost.

Da die Zulieferstruktur in CEE das Zusammenspiel von starken globalen Unternehmen mit einem regionalen Systemintegrations-Sektor nahe legt, dürften besonders diejenigen Akteure erfolgreich sein, denen es gelingt, ihr spezifisches Know-how mit hochwertigen Produkten zu kombinieren. Außerdem sollten sich die Smartcard-Anbieter darum bemühen, ihr Angebot an die lokalen Bedürfnisse anzupassen, um möglichst breite Kundenzielgruppen anzusprechen.

Die lukrativen Zukunftsperspektiven des Smartcard-Marktes bestätigen sich auch angesichts des hohen Anteils an Einwohnern, die bislang noch kein Bankkonto geführt haben. Zudem können Smartcard-Player auf diesem Weg strategische Partnerschaften mit lokalen Partnern wie Systemintegratoren schließen und damit für einen nachhaltigen Auftragseingang in diesen Wachstumsmärkten sorgen. "Obwohl die USA Trends vorgeben und Gutscheine aus Papier wichtig bleiben, werden Plastikkarten nie aussterben", sagt ein Insider gegenüber pressetext.

(pte)

0 Kommentare zu diesem Artikel
174154