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Sprunghafter Anstieg Web-basierter Attacken

06.05.2008 | 15:33 Uhr |

Nach Angaben eines Sicherheitsunternehmens hat die Web-basierte Verbreitung von Malware im April deutlich zugenommen. Täglich sind mehr als 1200 neue, mit schädlichem Code verseuchte Websites entdeckt worden.

Angriffe mit Hilfe Malware-verseuchte Websites nehmen weiter stark zu. Der Sicherheitsdienstleister MessageLabs verzeichnet in seinem April-Bericht eine Zunahme Web-basierter Malware um 23,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. MessageLabs hat zudem im April täglich im Durchschnitt 1214 neue Websites identifiziert, die mit Malware, Spyware oder Adware verseucht gewesen sind. Das sind fast doppelt so viele wie im März.

Missbräuchlich genutzte Mail-Konten bei Yahoo dienen der Verbreitung von Spam, vor allem mit Werbung für einen fragwürdigen Arzneimittelversand. Die Spammer nutzen die von Yahoo mitentwickelte Technik der Domain-Keys (DKIM), um ihren Mails einen technisch vertrauenswürdigen Anstrich zu verleihen und so Spam-Filter zu umgehen. Diese Mails haben im April etwa ein Prozent des gesamten Spam-Aufkommens ausgemacht.

Weltweit waren 73,5 Prozent aller Mails an gültige Empfängeradressen Spam. In Deutschland betrug der Spam-Anteil im Posteingang 70,6 Prozent, in den USA 70,1 Prozent. Spitzenreiter im April war Hongkong mit 83,7 Prozent.

Mit Malware verseuchte Mails haben weltweit etwa 0,5 Prozent des gesamten Mail-Aufkommens ausgemacht. Spitzenreiter war hier erneut die Schweiz mit 0,83 Prozent infizierter Mails in den Postfächern. In Deutschland belief sich dieser Anteil im April auf 0,29 Prozent, in den USA 0,27 Prozent und in Großbritannien 0,68 Prozent.

MessageLabs Intelligence Report April 2008

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