18132

Treiber lassen 3D-Spieler schummeln

10.05.2001 | 16:33 Uhr |

ASUS hat in seinen aktuellen Treibern 11.01 für Nvidia-Karten erneut die Cheat-Funktion integriert, mit der es möglich ist, in 3D-Spielen durch Wände zu sehen und somit den Gegner früher zu erspähen. Wem das ganze noch nicht zu weit geht, der kann sich auch noch eine 360-Grad-Ansicht für das Spiel Quake herunterladen. Damit kann man sogar die Gegner sehen, die hinter einem stehen.

ASUS hat in seinen aktuellen Treibern 11.01 für Nvidia-Karten erneut die Cheat-Funktion integriert, die bei vielen Online-Spielern für Aufruhr gesorgt hat. Mit Hilfe dieser Cheat-Funktion ist es möglich, in 3D-Spielen durch Wände zu schauen und somit den Gegner früher zu erspähen.

Spiele wie Counterstrike, Quake und Unreal Tournament stehen in der Gunst der Online-Spieler sehr hoch. Fast rund um die Uhr treten Fans aus aller Welt gegeneinander an. Um Spaß zu haben, aber auch um ihre Künste und ihr Reaktionsvermögen unter Beweis zu stellen.

In der Szene ist cheaten verpönt. Dementsprechend groß waren die Proteste, als ASUS vor nicht allzu langer Zeit zum ersten Mal eine Beta-Version seiner Treiber mit der Cheat-Funktion ausgestattet hat. In Folge der Proteste deaktivierte ASUS damals in den Treibern diese Funktion. In der aktuellen Treiber-Version 11.01 ist aber erneut die Möglichkeit implementiert, auf Wunsch Texturen transparent zu schalten.

Die Vorteile für den Nutzer dieser Treiber bei 3D-Online-Spielen liegt auf der Hand: Er kann durch die Wände sehen und weiß, wo sich die Gegner verstecken. Ein faires Spiel ist somit unmöglich. Die Webseite Shacknews.com hat aus diesem Grund ASUS auch den Preis "no fucking consideration for the online gaming community"-Award (etwas frei übersetzt: keine Rücksichtsnahme auf die Online-Gaming-Geimeinschaft) verliehen.

Webseite von "Panquake"

Deutsche Webseite von ASUS

Online-Spiele im Kommen (PC-WELT Online, 09.05.2001)

0 Kommentare zu diesem Artikel
18132