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Selbstmord wegen iPhone 4G

23.07.2009 | 12:30 Uhr |

Wegen eines iPhone 4G stürzte sich ein 25jähriger aus dem 12. Stockwerk. Seine Firma, ein Apple-Zulieferer, schreibt nicht das erste Mal negative Schlagzeilen.

Ein 25jähriger Mitarbeiter der taiwanesischen Firma Foxconn hat nach dem Verlust eines iPhone-4G-Prototypen Selbstmord begangen, indem er sich vom 12. Stockwerk eines Gebäudes stürzte. Foxconn produziert neben der Playstation für Sony und PCs für Dell auch MacBooks und iPhones für Apple. Das Unternehmen stand vor drei Jahren bereits einmal in den Schlagzeilen . Grund waren angeblich unmenschliche Arbeitsbedingungen; eine englische Zeitung sprach von 15-Stunden-Tagen und Löhnen deutlich unterhalb des Mindestlohns.

Der Verstorbene kümmerte sich um die Lieferung von 16 Prototypen des iPhone 4G, von denen einer abhanden kam. Als Motiv seines Selbstmordes gestand er kurz vor seinem Tod einem Freund, die "unerträglichen Verhörmethoden" der Sicherheitsabteilung von Foxconn nicht länger ertragen zu können. Man habe ihn eingesperrt, sein Haus durchsucht und "Hand an ihn gelegt", zitiert Shanghaiist den Freund des Toten. Der Verantwortliche der Sicherheitsabteilung von Foxconn wurde entlassen.

Im Fall vor drei Jahren wies Apple auf seine Zulieferer-Richtlinien hin, die unter anderem maximal eine 60-Stunden-Woche erlauben, und betonte, Richtlinien-Verletzungen nicht zu tolerieren. Reichen solche Richtlinien aus? Haben die Herstellungsbedingungen Einfluss auf Ihre Kaufentscheidung? Sagen Sie uns Ihre Meinung im Forum!

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