Auto & Technik auf PC-WELT

Audio- oder Multimedia-Systeme, Navis, eCall und mehr: Die Elektronik in modernen Autos wird immer ausgefeilter. Wir testen die Multimedia- und Multifunktionssysteme von Audi, BMW, Mercedes, Toyota und vielen Herstellern mehr.

1902771

Toyota testet kabelloses Aufladen von Elektro-Autos

13.02.2014 | 12:15 Uhr |

Toyota testet das Aufladen von Elektro-Autos per induktiver Resonanztechnik. Das E-Auto fährt hierzu über eine Magnetspule, die im Boden angebracht ist. Zusammen mit einer weiteren Magnetspule im Auto werden dessen Akkus dann aufgeladen – deutlich schneller als mit einem Ladekabel.

Der Einsatz von Elektro-Autos krankt derzeit noch an einer Reihe von Einschränkungen. Beispielsweise die eingeschränkte Reichweite, die lange Aufladezeit, mühsame Suche unterwegs nach einer Ladestation, die dann auch noch frei sein muss. Zumindest der Aufladevorgang selbst dürfte aber mittelfristig bequemer werden. Dank der Aufladung per Induktion. Toyota hat hierzu einen Großversuch gestartet.

Ende Februar beginnt die Toyota Motor Corporation in Japan mit den Tests des neu entwickelten kabellosen Ladesystems für Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Damit sollen sich beispielsweise die Batterien von Plug-in Hybridfahrzeugen oder Elektroautos erheblich leichter und komfortabler aufladen lassen als bei bestehenden Systemen mit Kabelverbindung.

Das kabellose Ladesystem arbeitet mit Magnetresonanztechnik, wie Toyota erläutert. Dabei wird durch das zwischen zwei Magnetspulen entstehende Magnetfeld Elektrizität von der Ladestation an das Fahrzeug übertragen, um die Batterien während des Parkens aufzuladen. Eine Magnetspule ist im Fahrzeug installiert, die andere auf dem Boden der Ladestation.

Gratis-PC-WELT-Newsletter Auto & Technik abonnieren

Das System soll Parkungenauigkeiten und Höhendifferenzen zwischen den Spulen ausgleichen. Elektromagnetische Beeinträchtigungen anderer Systeme sollen auf ein Minimum reduziert worden sein. Die am Boden angebrachte Spule sei besonders robust und werde durch ein darüber rollendes Fahrzeug nicht beschädigt. Toyota habe darüber hinaus eine neue Funktion für den intelligenten Einparkassistenten entwickelt, die den Fahrer dabei unterstützen soll, die optimale Parkposition oberhalb der Magnetspule einzunehmen.

An den auf ein Jahr angelegten Tests unter Alltagsbedingungen nehmen drei Plug-in Hybridfahrzeuge in Japan teil. Untersucht werden Nutzerzufriedenheit, Bedienfreundlichkeit, mögliche Fehler beim Parken und das Ladeverhalten der Nutzer, etwa die Ladehäufigkeit und die Verwendung der Timer-Funktion für den Ladevorgang.


0 Kommentare zu diesem Artikel
1902771