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Toyota ruft weltweit PKWs wegen Bremsenproblem zurück

05.06.2013 | 13:29 Uhr |

Toyota hat einen weltweiten Rückruf gestartet. Betroffen ist ausgerechnet das Vorzeigemodell Prius in der aktuellen Generation. Bei dem Hybrid-PKW drohen Probleme mit den Bremsen.

Der neueste Rückruf kommt von Branchenprimus Toyota: Der japanische Auto-Gigant ruft weltweit 242.000 Fahrzeuge vom Typ Prius III in die Werkstätten zurück. In Deutschland sind 4381 PKWs betroffen.

Wir fragten bei Toyota nach dem Grund des Rückrufs. Thomas Heidbrink von der Toyota-Pressestelle in Köln: „Bei dem aktuellen Rückruf handelt es sich um einen freiwilligen Rückruf von Toyota. Die Fahrzeughalter der betroffenen Fahrzeuge werden über das Kraftfahrtbundesamt ermittelt und von Toyota angeschrieben.

Betroffen ist der Prius III (aktuelle Modellgeneration) aus dem Produktionszeitraum März 2009 bis Oktober 2009. In Deutschland sind dies 4381 Fahrzeuge. Der Grund dafür ist eine Komponente im Bremsdruckspeicher, die ermüden kann. Dies führt unter Umständen dazu, dass sich der Pedalweg und damit der Bremsweg verlängert. Nun wird das betroffene Bauteil überprüft und, wenn nötig, für den Kunden kostenfrei getauscht. Das ganze dauert voraussichtlich 3 Stunden.“

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Das Problem ist also keineswegs trivial, ein für den Fahrer überraschend längerer Bremsweg kann Unfälle verursachen. Der Prius III ist die aktuelle Generation von Toyotas Voll-Hybrid-Mittelklasse-Fahrzeug.

Rückrufe ohne Ende

Auch Ford muss derzeit mehrere 100.000 Fahrzeuge zurückrufen, allerdings nur in den USA. Vor kurzem musste Mercedes einen Rückruf für die aktuelle A-Klasse wegen Airbag-Problemen starten . Davor gab es einen Rückruf von Nissan wegen Lenkrad-Problemen . Mitte Mai gab es einen Rückruf bei VW, Skoda und Seat wegen Airbag-Problemen . Zuvor musste VW einen großen Rückruf wegen Problemen mit dem DSG starten . Aufgrund von Elektronik-Problemen mussten rund 5.500 Mazda5- und Mazda6-Modelle von Deutschlands Straßen in die Werkstatt. Die Fiat-Tochter Jeep rief verschiedene Geländewagen-Modelle in die Werkstätten, weil diese aufgrund eines Fehlers in der Automatik ungewollt losfahren konnten. Mercedes rief den Citan wegen Problemen mit dem Seiten-Airbag zurück. Vorausgegangen war ein für Mercedes desaströs verlaufender Crashtest dieses Modells. BMW muss 64.000 ältere 3er-Modelle wegen defekter Airbags zurückrufen, Toyota, Nissan, Mazda und Honda starteten aus dem gleichen Grund bereits Mitte April einen Riesenrückruf . Und wieder einige Zeit vorher riefen Kia und Hyundai weltweit weit über eine Million Fahrzeuge zurück.

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