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Toyota macht RAV4 20 Zentimeter länger

11.04.2013 | 10:44 Uhr |

Toyota hat den RAV4 gestreckt. Die neue Generation des Kompakt-SUVs ist deutlich länger geworden, der RAV4 soll damit Familien-tauglicher werden.

Der RAV4 ist das Kompakt-SUV von Toyota. Ab dem 13. April steht der Wagen in der neuen (vierten) Generation beim Toyota-Händler. Die Optik des RAV4 hat Toyota natürlich an das neue Markengesicht angepasst, vor allem haben die Japaner den RAV4 aber deutlich gestreckt.
 
Ein Hauptkritikpunkt des bisherigen RAV4 waren dessen knappe Abmessungen. Das mag bei der Parkplatzsuche in der Großstadt von Vorteil sein, wer aber beispielsweise im Kofferraum des bisherigen RAV4-Modelles einen Kinderwagen verstauen musste, stellte fest: Viel Stauraum bietet das SUV nicht. Deshalb fällt der neue RAV4 jetzt 20,5 Zentimeter länger aus. Durch die Verlängerung des Laderaums wuchs das Gepäckvolumen auf 547 Liter, allein das Unterflur-Staufach fasst nunmehr 100 Liter, wie Toyota erklärt.
 
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Außerdem wurde der RAV4 drei Zentimeter breiter. Damit die Aerodynamik trotzdem passt, reduzierte Toyota die Höhe des Fahrzeugs um 2,5 Zentimeter. Im RAV4 thront man also nicht über der Fahrbahn wie in einem Toyota Landcruiser, sondern sitzt für SUV-Verhältnisse eher tief – ähnlich wie im direkten Konkurrenten VW Tiguan, der in Deutschland Marktführer bei den Kompakt-SUVs ist. Trotzdem sitzt man im RAV4 natürlich immer noch höher als in einem normalen PKW und hat deshalb einen etwas besseren Überblick über das Verkehrgeschehen.
 
Motorisierung und Allrad
 
Die Motoren hat Toyota für die vierte Generation des RAV4 überarbeitet: Ein Benziner und zwei Dieselmotoren stehen zur Wahl. Sie sollen laut Toyota durchschnittlich zwölf Prozent weniger CO 2 -Emissionen ausstoßen als die bisherige Motorengeneration. Als Einstieg dient der neue D-4D Dieselmotor mit 2,0 Liter Hubraum und 91 kW/124 PS. Er ist ausschließlich mit Frontantrieb erhältlich. Das macht durchaus Sinn: Schließlich wagen sich die meisten SUV-Fahrer ohnehin nicht in schwieriges Gelände, sondern bleiben brav auf befestigten Straßen. Da wäre Allradantrieb als Standard nicht nur überflüssig, sondern würde auch unnötig den Kraftstoffverbrauch in die Höhe treiben.
 
Der größere Diesel und der 2,0-Liter-Valvematic-Ottomotor liefern jeweils 110 kW/150 PS. Beide Triebwerke verfügen über den "aktiven Allradantrieb Integrated Dynamic Drive System, der die Antriebskraft dynamisch über eine elektromagnetisch gesteuerte Kupplung auf beide Achsen verteilt", wie Toyota verspricht.
 
Preise und Ausstattungslinien
 
Den neuen Toyota RAV4 gibt es in drei Ausstattungslinien. Die Preise beginnen bei 26.650 Euro. Die Basisversion verfügt unter anderem über eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, sieben Airbags (inklusive Knie-Airbag) und 17-Zoll-Felgen. Ergänzt wird der Serienumfang durch ein Audiosystem mit CD-Player, AUX- und USB-Anschluss, vier Lautsprechern und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Lenkrad-Bedienelementen.

Zu Preisen ab 28.650 Euro fährt der kompakte Japaner in der mittleren Ausstattungsversion Life vor. Nebelscheinwerfer, elektrisch anklappbare Außenspiegel und eine Rückfahrkamera sind dann zusätzlich an Bord, Leder ziert Lenkrad, Schaltknauf und Türinnenverkleidung. Zur Top-Ausstattung Executive (ab 32.150 Euro) gehören außerdem Xenon-Scheinwerfer, Leder-Komfortsitze, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowie eine Einparkhilfe.

Sicherheitsassistenten und Hybrid fehlen

Toyota bleibt auch beim neuen RAV4 seiner Linie treu und verzichtet weitgehend darauf, moderne Sicherheitsassistenzsysteme für sein neues Kompakt-SUV anzubieten. Der RAV4 hält also auf der Autobahn nicht automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und bremst auch nicht automatisch ab, wenn sich der Abstand verringert. Ein City-Notbremsassistent fehlt ebenso wie ein Spurhalteassistent. Lediglich ein „Toter-Winkel-Warner“ – bei anderen Herstellern auch Spurwechselassistent genannt – ist vorhanden. Er warnt den Fahrer davor zu überholen, wenn sich im "Toten Winkel" hinter dem RAV4 ein anderes Fahrzeug befindet.

Toyota ist unbestrittener Vorreiter beim Hybridantrieb. Doch beim RAV4 verzichten die Japaner darauf, eine Kombination aus Benzin- und Elektromotor anzubieten.

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