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Toyota lässt Autos und Ampeln miteinander reden

23.05.2013 | 13:20 Uhr |

Toyota forscht derzeit an einem neuen Fahrerassistenzsystem, das Autos mit Ampeln vernetzen soll: Das Intelligent Transport System (IST). Für weniger Unfälle und weniger Umweltbelastung.

Intelligent Transport System (ITS) heißt ein neues System, das Toyota derzeit in Toyota City testet (die Stadt ist maßgeblich geprägt von Gebäuden und Industrieanlagen des Auto-Herstellers Toyota und trägt deshalb dessen Namen. Sozusagen das japanische Gegenstück zum deutschen Wolfsburg, der VW-Hauptstadt). Bei ITS handelt es sich um ein Car-to-Infrastructure-Kommunikationssystem, im Klartext: Autos und Geräte neben der Straße tauschen miteinander Daten aus. Konkret sollen die Testfahrzeuge von ITS mit den Ampeln am Straßenrand kommunizieren.

Die ITS-Technologie soll Verkehrsunfälle verhindern, indem es den Fahrer optisch und akustisch auf eine rote Ampel aufmerksam macht. Dazu hat Toyota in Toyota City in Zusammenarbeit mit der nationalen und lokalen Polizeibehörde eine Straße mit den notwendigen Sensoren und Sendern ausgestattet. Ampelsignale werden über ein 700-MHz-Band an Autos mit den entsprechenden Versuchsgeräten übertragen. Über das Audiosystem und den Bildschirm des Navigationsgeräts erhalten die Insassen dann eine Warnung, wie Toyota erklärt. Durch frühzeitiges Abbremsen und Ausrollen sowie eine insgesamt flüssigere und vorausschauende Fahrweise rechnet Toyota nicht nur mit weniger Unfällen, sondern auch mit weniger CO 2 -Emissionen.

Während der Testphase analysiert die Toyota Motor Corporation (TMC) das Fahrverhalten unter verschiedenen Bedingungen, um die Vorteile und das genaue CO 2 -Einsparpotenzial der Car-to-Infrastructure-Kommunikation zu klären. Die Erkenntnisse sollen in die künftige Serienentwicklung mit einfließen.

Das ITS ist eines von mehreren Assistenzsystemen, das von der nationalen japanischen Polizeibehörde befürwortet und von der Universal Traffic Management Society of Japan unterstützt wird. Im vergangenen Jahr testete Toyota einen Assistenten, der Kollisionen beim Rechtsabbiegen an Kreuzungen vermeiden soll. Außerdem findet momentan ein Feldversuch statt, in dem erprobt wird, wie insbesondere ältere Autofahrer rechtzeitig auf Kreuzungen und deren Gefahren aufmerksam gemacht werden können.
 

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