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Toyota, Nissan, Mazda und Honda rufen Autos wegen Airbag-Problemen zurück (Update)

11.04.2013 | 14:10 Uhr |

Mehrere Millionen Fahrzeuge müssen weltweit wegen möglicherweise defekten Airbags in die Werkstätten zurück. Betroffen von den Rückruf sind ausschließlich japanische Marken: Marktführer Toyota sowie die Hersteller Nissan, Mazda und Honda. Auch in Deutschland sind Fahrzeuge betroffen. Wir nennen Modelle und Baujahre. Update 14:10 Uhr: Die konkret betroffenen Modelle von Mazda und Honda sind bekannt.

Rückruf bei Toyota, Nissan, Mazda und Honda. Bei bestimmten Modellen und Jahrgängen ist der Airbag möglicherweise defekt. Im Falle eines Unfalls kann das dazu führen, dass sich der lebensrettende Luftsack nicht vollständig öffnet. Deshalb müssen weltweit mehrere Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten, damit das betroffene Teil, das von dem japanischen Zulieferer Takata stammt, überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht wird. Auch in Deutschland sind Fahrzeuge dieser vier japanischen Hersteller betroffen.

Toyota

Wie die Pressestelle von Toyota auf unsere Nachfrage mitteilte, können in Deutschland bis zu 62.000 Fahrzeuge von dem Airbag-Problem betroffen sein. Das Kraftfahrzeugbundesamt ermittelt derzeit, wie viele von diesem 62.000 in Deutschland verkauften Fahrzeugen noch zugelassen sind und übermittelt die Adressen der Fahrzeughalter an Toyota. Toyota schreibt die betroffenen Halter dann an und bittet sie in die Werkstätten. Dort wird das problematische Teil überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht.
Bei den 62.000 in Frage kommenden Fahrzeugen handelt es sich um diese Modelle:

* Corolla
* Yaris
* Avensis
* Avensis Verso
* Picnic
* Camry
* Lexus sc430 Cabrio

Und zwar ausschließlich aus diesem Zulassungszeitraum: November 2000 bis März 2004.

Nissan

* Bei Nissan sind wiederum diese älteren Modelle und Jahrgänge betroffen, wie uns Nissan auf Anfrage mitgeteilt hat:
* Almera (N16): 22/05/2001 bis 06/06/2003
* Navara (D22): 29/05/2000 bis 24/11/2003
* Pathfinder (R50): 29/05/2000 bis 24/11/2003
* Patrol (Y61): 29/05/2000 bis 24/11/2003
* Terrano II (R20): 21/03/2003 bis 10/04/2003
* Tino (V10): 2 2/08/2001 bis 13/05/2003
* X-TRAIL (T30): 29/05/2000 bis 24/11/2003

Eine Eingrenzung auf Fahrzeuge mit einer bestimmten Motorisierung oder nur mit Automatikgetriebe ist nicht möglich. In Deutschland sind 25.109 Fahrzeuge betroffen, weltweit sind es rund 480.000 Fahrzeuge. Nissan beschreibt das potenzielle Problem folgendermaßen: „In Folge eines Produktionsfehlers kann der Druck bei der Entfaltung des Beifahrerairbags zu hoch werden. Dadurch kann es zu Beschädigungen des Airbaggehäuses kommen. Nissan hat bis jetzt keine Meldungen über solche Vorkommnisse registriert.“
In der Nissanwerkstatt wird die Seriennummer des Beifahrerairbags wird überprüft. Wenn sie in den betroffenen Nummernkreis fällt, wird der Airbag ausgetauscht. Die Aktion beginnt bei Nissan Ende Mai 2013.
 
Mazda

Wie die Pressestelle von Mazda Deutschland auf unsere Anfrage mitgeteilt hat, sind 5219 Mazda 6, die zwischen Februar 2002 und April 2003 produziert wurden, von dem Problem vermutlich betroffen. Alle betroffenen Fahrzeughalter schreibt Mazda direkt an und bittet sie in die Werkstatt.

Honda
 
Wie uns die Pressestelle von Honda mitgeteilt hat, sind in Deutschland diese Modelle betroffen:

Stream Jahrgänge: 2001-2003 (RN1/RN3)
Jazz Jahrgänge: 2002-2003 (GD1/GD5)
CR-V Jahrgänge: 2002-2003 (RD8)
Und diverse Nato-Fahrzeuge. Das sind Fahrzeuge, die Angehörige der Nato-Streitkräfte mit nach Europa gebracht haben.

Weltweit sind 1.141.973 Honda-Fahrzeuge betroffen. Davon in Europa 56.195. In Deutschland verkaufte Honda 10.023 Fahrzeuge, in denen die fehlerhaften Airbags vielleicht verbaut wurden und die deshalb in die Werkstätten müssen.

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Erst kürzlich mussten Kia und Hyundai weltweit weit über eine Million Fahrzeuge zurückrufen. Während Kia jedoch konkret die betroffenen Modelle und Baujahre nennen konnte, blieb Hyundai diese genauen Angaben bis heute schuldig.

Rückrufe werden von vielen Kunden negativ angesehen und tragen nicht gerade dazu bei, das Image einer Marke zu verbessern. Fairerweise muss man aber betonen, dass ein transparenter Umgang mit potenziellen Problemen den Kunden und Auto-Fahrern mehr nützt, als wenn ein Automobil-Hersteller Probleme verschweigt oder nur zögerlich einräumt.

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