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Toshiba bietet Umtausch weiterer 830.000 Notebook-Akkus an

29.09.2006 | 13:44 Uhr |

Wenn es in diesem Tempo weitergeht, dürften bald sämtliche Notebook-Akkus von Sony weltweit ausgetauscht sein: Toshiba hat angekündigt, weitere 830.000 Notebook-Akkus auszutauschen. Allerdings nicht wegen Sicherheitsbedenken, sondern auf freiwilliger Basis.

Erst vergangene Woche hat Toshiba angekündigt, 340.000 Notebook-Akkus von Sony auszutauschen, nun folgen weitere 830.000. Während es im ersten Fall bei den Akkus dazu kommen kann, dass die Stromzufuhr plötzlich abbricht und Anwender Daten verlieren können, geht es beim aktuellen Austauschprogramm nicht um Sicherheitsbedenken - Toshiba bietet den Umtausch auf freiwilliger Basis an.

"Es gibt kein Sicherheitsproblem, wir werden die Akkus von verschiedenen Notebooks freiwillig umtauschen", so Keisuke Ohmori, Sprecher von Toshiba. Dem Unternehmen gehe es in erster Linie darum, die Besorgnis der Kunden angesichts der sich häufenden Akku-Rückrufe zu lindern.

Folgende Notebooks umfasst das Angebot von Toshiba: Satellite T10, T11, T12, T20, A50; Tecra M3, M4, M5, M7, S3; Portege S100, M300, M400, M500; Dynabook SS LX, L10, L11, M10, M11, M35, MX, MXW; Dynabook R10; Dynabook TX/2, TX/3, TX4; Qosmio G30 und F30. Das Tauschangebot gilt laut Toshiba Japan auch für andere Modelle, die ausschließlich außerhalb Japans verkauft wurden. Modellbezeichnungen wurden dabei aber nicht genannt.

Neben Toshiba haben auch eine Reihe weiterer Hersteller Notebook-Akkus von Sony zurück gerufen. Darunter beispielsweise Dell, Apple, IBM und Lenovo. Letztere Unternehmen riefen insgesamt 526.000 Akkus zurück, die in Thinkpad-Modelle der Jahre 2005 bis 2006 verbaut wurden (wir berichteten).

Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, haben "zusätzliche Informationen zu den betroffenen Akkus" dazu geführt, dass die Zahl der betroffenen Akkus bei Dell sich von 4,1 auf 4,2 Millionen Stück erhöht hat. Eine Übersicht über die betroffenen Akkus für Dell-Kunden finden Sie auf dieser Seite .

Das Akku-Desaster dürfte für Sony äußerst kostspielig werden. Anfang des Monats teilte der Konzern mit, dass man von einem Schaden von maximal 267 Millionen US-Dollar ausgehe. Darin enthalten waren zu diesem Zeitpunkt allerdings lediglich die Akkus von Apple und Dell (rund sechs Millionen Stück). Mittlerweile ist diese Zahl noch einmal um rund 2 Millionen angewachsen. Diese Angelegenheit wird somit mit Sicherheit ein beträchtliches Loch in die Bilanz des Konzerns reißen.

Lenovo und IBM rufen 526.000 Thinkpad-Akkus zurück (PC-WELT Online, 29.09.2006)

Sony China schätzt Kosten für Akku-Rückruf auf bis zu 267 Millionen US-Dollar (PC-WELT Online 08.09.2006)

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