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Roboter ApriPoco ersetzt Fernbedienungen

31.03.2008 | 14:43 Uhr |

Während einige Hersteller mittels Universalfernbedienungen den Anwendern das Leben mit einer Vielzahl an elektronischen Geräten vereinfachen wollen, hat Toshiba einen noch einfacheren Plan: ein kleiner, lernfähiger Roboter soll künftig die Fernbedienungen auf dem Wohnzimmertisch obsolet machen.

ApriPoco, der lernfähige Fernbedienungs-Roboter
Vergrößern ApriPoco, der lernfähige Fernbedienungs-Roboter
© 2014

Toshiba hat in Japan den Prototypen von "ApriPoco" vorgestellt. Dieser könnte eines Tages dafür sorgen, dass Fernbedienungen für TV, DVD-Recorder, Hifi-Anlage und ähnlichem nicht mehr benötigt werden und ApriPoco auf Zuruf den Kanal wechselt oder das Licht ein- und ausschaltet.

Der kleine Roboter erkennt selbstständig, ob in einem Raum Infrarotsignale von einer Fernbedienung ausgesendet werden. In einem solchen Fall fragt die Maschine den Anwender: "Was machst Du gerade?". Die Antwort könnte dann beispielsweise lauten "Den Fernseher einschalten". Auf diese Weise lernt ApriPoco, welches Signal welche Auswirkung hat und kann diese entsprechend imitieren. Will der Anwender also künftig seinen TV einschalten, genügt es, ApriPoco den Befehl "Schalte den Fernseher ein" zu geben.

Darüber hinaus kann sich der Roboter bereits jetzt Sendernamen oder Film-Genre merken, allerdings ist er noch nicht in der Lage, letzteres - beispielsweise über ein EPG - mit dem gerade aktuell laufenden Programm zu verknüpfen.

Bei der Demonstration des Roboters konnte das Gerät bereits Fernseher, Klimaanlagen und Lampen auf Befehl ein- und ausschalten. Ein Problem ist allerdings noch die Erkennung der Sprachbefehle. Diese müssen vor allem klar und deutlich und relativ einfach sein. Vielleicht ist dies auch der Grund, weshalb der rund 27 Zentimeter hohe ApriPoco auch ein wenig einfältig in die Welt blickt.

Der Roboter befindet sich noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase, viele der technologischen Komponenten, wie beispielsweise die Spracherkennung, laufen noch auf einem Notebook und sollen erst bei der nächsten Version in das Gerät integriert werden. Wann ApriPoco in den Handel kommen wird - wie Toshiba plant - ist noch nicht bekannt.

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