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Toshiba: Notebook-Fehler zieht Kreise

Toshibas Weigerung, Schadensersatz für fehlerhafte Diskettenlaufwerke an chinesische Kunden zu zahlen, hat in China eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Der Floppy-Bug war im März weltweit in Toshiba-Notebooks entdeckt worden.

Toshibas Weigerung, Schadensersatz für fehlerhafte Diskettenlaufwerke an chinesische Kunden zu zahlen, hat in China eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Der Floppy-Bug war im März weltweit in Toshiba-Notebooks entdeckt worden.

Den US-Kunden hatte der japanische Konzern Zahlungen in Höhe von 1,05 Milliarden Dollar zugesichert, nachdem die betroffenen Anwender eine Sammelklage eingereicht hatten.

In China haben erst drei Toshiba-Kunden Klage eingereicht. Wie der Anwalt der drei Chinesen mitteilte, ist die Klage vom Gericht auch noch nicht angenommen worden. Außerdem seien die chinesischen Verbraucherschutz-Bestimmungen "zu schwach".

Die Weigerung Toshibas, eine Entschädigung zu zahlen, zieht mittlerweile immer größere Kreise. Medienberichten zufolge boykottieren Händler den Verkauf von Toshiba-Produkten. Vertreter der staatlichen Industrie- und Wirtschaftbehörde haben ihre Unterstützung für die Klage angekündigt. Auf einer Pressekonferenz beschimpften chinesische Journalisten den Toshiba-Vizepräsidenten Masaichi Koga. (PC-WELT, 31.05.2000, dpa/ sp)

Notebook-Totalausfall (PC-WELT Online, 20.3.2000)

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