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Torrent-Suche isoHunt muss 110 Millionen Dollar zahlen

18.10.2013 | 14:28 Uhr |

Die Torrent-Suche isoHunt muss ihre Pforten schließen und 110 Millionen US-Dollar an die Film-Industrie als Entschädigung zahlen. Der Einigung war ein sieben Jahre langer Streit vorausgegangen.

Die Torrent-Suche isoHunt schließt ihre Pforten am 23. Oktober 2014 und hat zugestimmt, den klagenden Hollywood-Studios 110 Millionen US-Dollar als Entschädigung zu zahlen. Dieser Zustimmung ging ein siebenjähriger Streit vor Gericht voraus, berichtet variety.com. Die Filmindustrie feiert das Ergebnis und nennt es ein starkes Signal an alle, die auf der Verletzung von Urheberrechten ein Geschäft aufbauen. IsoHunt hatte nämlich Geld mit Werbeanzeigen verdient. Bereits 2009 hätte isoHunt seine Verweise auf urheberrechtsverletzende Inhalte löschen sollen. Das hatte ein Gericht angeordnet. Doch der Betreiber entging der Umsetzung durch einen Umzug nach Kanada. Doch letztendlich scheint es der Torrent-Suche nicht viel genützt zu haben.

Der isoHunt-Betreiber Gary Fung schreibt in seinem Blog , dass es traurig sei, dass sein Baby jetzt gehen müsse. Doch er habe einen guten Kampf gefochten. Er habe außerdem viel gelernt seit er isoHunt damals als Programmierer-Hobby seiner Studentenzeit angefangen habe und werde sich nun neuen Aufgaben widmen. Er verspricht, dass man bald wieder von ihm hören werde. Es gebe so vieles, über das er nun reden wolle. Doch über manches könne er nicht sprechen.

Vor Gericht drohte isoHunt bereits eine Strafe von 150.000 US-Dollar für jede einzelne Urheberrechtsverletzung. Bedenkt man, dass 95 Prozent der Inhalte Verweise auf urheberrechtsverletzendes Material waren - zumindest behauptet die Filmindustrie das - kommt isoHunt bei 110 Millionen vermutlich sogar noch mit einem blauen Auge davon. Wie isoHunt diese riesige Summe begleichen kann, wird aber nicht gesagt.

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