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Tor-Router: Kickstarter stoppt Anonabox-Projekt

20.10.2014 | 12:28 Uhr |

Kickstarter hat auf die Kritik an dem Tor-Router-Projekt Anonabox reagiert und es nun vorerst gestoppt.

Der Tor-Router Anonabox sollte neugierige Datenspione kinderleicht und bequem aussperren. Auch wir berichteten über das Kickstarter-Projekt, bei dem binnen kürzester Zeit die Finanzierungssumme von 7.500 US-Dollar übertroffen wurde. Kurze Zeit nach dem Bekanntwerden des Projekts gab es aber auch heftige Kritik an der Anonabox. Hauptkritikpunkt: Die auf Kickstarter abgebildete Box war auf der Website eines chinesischen Router-Herstellers gesichtet worden.

Kickstarter hat nun am Wochenende auf die Kritik reagiert und die Finanzierungsphase des Projekts gestoppt. Zuletzt waren bereits knapp 590.000 US-Dollar von etwa 9.000 Unterstützern gesammelt worden. Kickstarter begründet in seiner auf Reddit dokumentierten Mail an den Projektgründer die Maßnahme damit, dass die für Kickstarter geltenden Regeln nicht eingehalten worden seien. So sei ein Produkt zum Verkauf angeboten worden, bei dem der Anschein erweckt wurde, es sei vom Gründer des Projekts hergestellt worden. Außerdem seien nicht alle relevanten Fakten über das Projekt offengelegt worden. "Wir nehmen die Integrität unseres Kickstarter-Systems sehr ernst", heißt es in der Mail. Das Geld werde nun nicht von den Konten der Unterstützer abgebucht.

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