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Toptone M808: Der Medienplayer zum VoIP-telefonieren

Die Telefonie übers Internet ist einer der brandaktuellen Trends der Mobilfunkbranche. Der M808 von Toptone bereichert die noch sehr dünne VoIP-Produktplaette: es ist ein Gerät für den preis- und lifestylebewussten Endverbraucher.

Die Telefonie übers Internet ist einer der brandaktuellen Trends der Mobilfunkbranche. Doch die Produktpalette zu VoIP ist noch übersichtlich: zwar werden immer mehr WLAN-Handys auf den Markt gebracht, dies sind allerdings meist Smartphones im gehobenen Preissegment. Auf der anderen Seite stehen oft Klötzer für den Gebrauch zu Hause, die aussehen wie die ersten schnurlosen Telefone. Was noch fehlt, sind attraktive mobile Endgeräte, die das Auge ansprechen und dem einfachen Nutzer auch Multimedia-Features anbieten. Mit dem M808 des chinesischen VoIP-Spezialisten Toptone wird diese Produktlücke ausgefüllt.

VoIP ist der Alptraum der Mobilfunk- und Festnetzbetreiber. Denn wer über über eine Breitband-Datenleitung telefoniert, zahlt für ein Gespräch unter den richtigen Voraussetzungen überhaupt nichts (abgesehen von den DSL-Gebühren) bzw. nur die Vermittlungsgebühren der "letzten Meile" im Ortsnetz des angerufenen Teilnehmers. Mit dem Gerät von Toptone kann nun auch der preis- und lifestylebewusste Endverbraucher auf diese Art telefonieren: es ist ein MP3-Player mit VoIP-Funktion, bei dem viel Wert auf den multimedialen Aspekt gelegt wurde.

Der Flachmann verfügt über einen internen Speicher von 128 bzw. 256 MB und ein OLED-Display, auf dem bis zu 65.000 Farben dargestellt werden. Herausragend ist die Vielzahl der unterstützten Medienformate, neben den obligatorischen Musikstandards MP3, WMA und WAV können auch Videos im MPEG1/2-, Quicktime-, oder AVI-Format abgespielt werden. An den FM-Tuner wurde genauso gedacht wie an eine Diktierfunktion und die Möglickeit E-Books zu lesen.

Das Gerät zeichnet sich durch ein einfaches Bedienkonzept aus: Einmal via USB mit einem DSL-fähigen PC verbunden, wird die VoIP-Verbindung selbstständig konfiguriert - Einstellungen am Computer sind damit überflüssig. Wer also gerade bei Freunden zu Besuch ist oder im Urlaub an einem Internet-Cafè vorbei kommt, stöpselt seinen Medienplayer einfach an den PC und kann lostelefonieren.

Bei all den schönen Möglichkeiten, die das Gerät bietet, gibt es einen Wermutstropfen - da auf WLAN verzichtet wurde sind Telefonie und Datentransfer lediglich über den USB-Anschluss möglich. Immerhin muss man nicht allzu tief in die Tasche greifen: das Gerät soll in der 128MB-Version 75 US-Dollar kosten, mit 256MB Speicher werden 85 US-Dollar fällig. Ob es jemals in Deutschland erscheinen wird, ist derzeit nicht bekannt.

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