19.07.2012, 16:55

Benjamin Schischka

Top-500

Münchner Computer SuperMUC ist viertschnellster der Welt

SuperMUC - Münchner Supercomputer ©LRZ

In der aktuellen Top-500-Liste der schnellsten Computer der Welt belegt ein Münchner Rechner den vierten Platz. SuperMUC – so sein Name – ist außerdem der schnellste Supercomputer in Europa.
SuperMUC katapultiert Deutschland auf den vierten Platz der Top-500-Liste der schnellsten Rechner der Welt. Das IBM-System "iDataPlex Direct Water Cooled dx360 M4 Cluster Er" verfügt über 150.000 Rechenkerne, die in der Spitze drei Petaflops schaffen. IBM vergleicht diese Leistung mit der Leistung von 110.000 herkömmlichen PCs. Aber SuperMUC wird nicht nur aufgrund seiner Geschwindigkeit gelobt, sondern auch wegen der Kühlung. Die Wasserkühlung von SuperMUC soll die erste in einem kommerziellen System sein und den Energieverbrauch um 40% senken. Praktisch: Mit der entstandenen Abwärme beheizt man das Gebäude. Das Wasser in der Kühlung ist übrigens nicht eiskalt, sondern ungefähr 40 Grad warm. IBM schätzt die Einsparungen aufgrund der neuen Kühlung auf 1 Million Euro pro Jahr.
 
Auch die anderen Zahlen des SuperMUC sind Zahlen der Superlative. Der Hauptspeicher ist 330 Terabyte groß – 10 Petabyte an Daten können in einem parallelen GPFS-Dateisystem von IBM zwischengespeichert werden. Ein NAS sorgt für weitere 4 Petabyte Speicher. Und wenn das nicht reicht, sorgen Bandsysteme nochmals für 16,5 Petabyte.
 
SuperMUC wurde auf Initiative der drei größten deutschen Wissenschafts-Rechenzentren JSC Jülich, HLRS Stuttgart und LRZ Garching bei München gebaut. Der Supercomputer wurde gemeinsam vom Bund und dem Land Bayern finanziert. Er soll Projekte aus Physik und Strömungsmechanik voranbringen, indem er bei schwierigen Berechnungen hilft. Aber auch Berechnungen aus der Medizin sind denkbar – etwa der Fluss des Blutes in gesunden und kranken Gefäßen.
 
Der schnellste Computer der Welt heißt Sequoia und steht in den USA. Auf ihm läuft – wie auf den meisten Supercomputern – Linux. Der Zweitschnellste – K computer, steht in Japan. Und Mira – die Nummer Drei – ebenfalls in den USA.
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