254245

Tonsignale sollen Kino-Filme vor Piraterie schützen

Mit einer neuen Technologie wollen Film-Studios künftig das Abspielen von Raubkopien verhindern: Spezielle Tonsignale geben dabei darüber Auskunft, ob es sich bei einem Film um ein Original oder eine Kopie handelt.

Hollywood will seine Kino-Filme künftig mit einem neuartigen Audio-Wasserzeichen gegen Raubkopierer schützen. Wie der "New Scientist" in seiner Online-Ausgabe berichtet, soll der Schutz statt in die Bildfolge in die Tonspuren der Filme eingebettet werden. Alan Bell, Technologie-Chef des Filmstudios Warner Bros. hat die Technologie dem Fachmagazin zufolge bereits vergangene Woche auf dem internationalen DVD-Forum in Paris vorgestellt.

Alle Abspielgeräte des DVD-Nachfolgeformats HD-DVD sollen nach dem Willen von Warner Bros. mit einem Sensor ausgestattet werden, der die für das menschliche Ohr nicht hörbaren Signale im Soundtrack erkennt. Sobald der Sensor auf die verräterischen Tonspuren stößt, soll er das Abspielen verweigern. Auf diese Weise wollen die Hollywood-Studios die Verbreitung unerlaubt kopierter, wie zum Beispiel von der Leinwand abgefilmter Kino-Streifen verhindern. Ein weiteres Audio-Wasserzeichen soll legal hergestellte Versionen kenntlich machen.

Erste Player für die hochauflösenden HD-DVDs sollen im kommenden Jahr in den Handel kommen. Bis heute haben sich die führenden Elektronikkonzerne und Filmstudios allerdings nicht auf ein einheitliches Format einigen können. So konkurriert die von NEC und Toshiba favorisierte HD-DVD mit der Blu-ray-Disc, die unter anderem von Philips und Sony entwickelt wurde. Aus Hollywood unterstützte Warner neben Paramount und Universal bislang das HD-DVD-Format. Zuletzt entschied das Studio jedoch, seine Filme künftig in beiden Formaten herauszubringen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
254245