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Tomtom-Navi Go 920T im Test

16.06.2008 | 15:48 Uhr |

Tomtom verpasst dem Go 920T alle Navi-Funktionen, die aktuell möglich sind: TMC Pro liefert Staumeldungen, Text to Speech sagt Straßennamen an und bei abreißendem Signal berechnet das Gerät die Position weiter. Wie gut das Navi wirklich ist, erfahren Sie in unserem Praxistest.

Highlight des Tomtom Go 920T ist die auf Bewegungs- und Schwerkraftsensoren basierende Positioning Technology (EPT). Damit bestimmt das Navi selbst bei schwachem oder abgebrochenem GPS-Signal die Position des Fahrzeugs. Im Test erwies sich die Funktion vor allem bei Tunnelfahrten als hilfreich. Das Kartenmaterial stammt von Tele Atlas und umfasst 41 Länder plus USA und Kanada. Es ist zum sofortigen Gebrauch auf dem internen 4-Gigabyte-Speicher des Navis installiert. Allerdings vermissten wir auf den Karten einige POIs und neuere Straßen. Diese ließen sich aber problemlos per Karten-Update nachrüsten – innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf steht der Service kostenlos parat. Alternativ kann man die Daten auch mit dem Map-Share-Service der Tomtom-Community korrigieren. Eine Route berechnete das Navigationsgerät in durchschnittlich 10 Sekunden. Das kann sich sehen lassen. Und auch war es flott unterwegs: Bis zum ersten GPS-Empfang verstrichen gerade mal 17 Sekunden.

Das Navi kann über die mitgelieferte Fernbedienung gesteuert werden und navigiert genau nach Straßennamen. Zwar werden bei aktivierter Text-to-Speech-Funktion die Straßennamen angesagt. Mitunter ist aber die Satzstellung etwas gewöhnungsbedürftig, da die Namen einfach an die Fahranweisungen angehängt werden. Dafür überzeugte das Display auf ganzer Linie: Der Breitbild-Touchscreen glänzte durch eine schnelle, präzise Reaktion und zeigte die Route klar und deutlich an. Gut fürs Punktekonto in Flensburg ist, dass das Navi mit einer roten Tempoanzeige warnt, wenn Geschwindigkeitsbegrenzungen überschritten werden. Meldungen über Staus und andere Verkehrsbehinderungen empfängt der Straßenlotse blitzschnell via TMC Pro (Traffic Message Channel). So kann das Go 920T im Nu Ausweichrouten berechnen. Hierzu liegt dem Paket eine passende TMC-Antenne bei. Funktionen zur Bildanzeige und MP3-Wiedergabe sowie ein FM-Transmitter und eine Bluetooth-Schnittstelle runden den Funktionsumfang ab. Abstriche gibt es bei der Akkulaufzeit: Eine Ladung reichte nur für etwas mehr 2 Stunden Betrieb. Ein Saughalter, die Stromversorgung über den Zigarettenanzünder und eine USB-Docking-Station komplettieren den Lieferumfang.

Fazit: Das Tomtom Go 920T glänzt mit üppiger Ausstattung und enormer Funktionsvielfalt. Dennoch lässt es sich einfach bedienen. Auch in der Navigation überzeugte das Gerät. Allerdings hat das stimmige Paket auch seinen Preis: Über 400 Euro muss der Käufer dafür hinblättern.

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