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Todesdrohung per WhatsApp erhalten

13.09.2013 | 10:44 Uhr |

Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist die Chat-App WhatsApp sehr populär. Nun ist in Deutschland eine Todesdrohung im Umlauf, die zur sofortigen Weiterleitung auffordert. Andernfalls würden der Empfänger und seine Mutter sterben, heißt es darin.

Wie das Landeskriminalamt Niedersachen mitteilt , verbreitet sich derzeit eine Welle von Todesdrohungen über die beliebte Chat-App WhatsApp, die es unter anderem für iOS, Android und Windows Phone gibt. Sie ist gerade unter Jugendlichen sehr populär. Es handelt sich bei den Drohungen um einen Kettenbrief. Die Versender versprechen aber nicht etwa Reichtum oder Gesundheit, wenn man die Nachricht schnellstmöglichst weiterleitet, sondern den Tod, wenn man es nicht tut. Eine Audio-Nachricht, gesprochen von einer Computerstimme, teilt mit, dass man die Nachricht in kurzer Zeit an mindestens 20 Empfänger weiterleiten müsse. Ansonsten würden der Empfänger und seine Mutter bald getötet werden, heißt es.

Die Nachricht soll insbesondere Kinder und Jugendliche verängstigen und besonders an Schulen bereits im Umlauf sein. Die Mitteilung der Polizei Niedersachsen richtet sich deshalb in erster Linie an Lehrer und Lehrerinnen. Mehrere Schüler hätten sich bereits verängstigt an Eltern und Lehrer gewandt. Den ursprünglichen Absender der Nachricht konnte man bislang nicht ausmachen. Die Polizei Niedersachsen empfiehlt, dass Eltern das Phänomen Kettenbrief mit ihren Kindern besprechen sollten und ihnen empfehlen sollten, die Nachricht zu löschen und sie nicht weiterzuverbreiten. Sie weist außerdem darauf hin, dass eine Strafanzeigenerstattung nicht erforderlich sei.

WhatsApp hatte zuletzt 300 Millionen aktive Nutzer bekannt gegeben. Die Nutzer versenden derzeit insgesamt etwa 11 Milliarden Nachrichten an einem Tag. Dass WhatsApp mit Zahlen an die Öffentlichkeit geht, ist eher ungewöhnlich und deutet auf einen geplanten Verkauf oder Börsengang hin.

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