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Tipps für sicheres Urlaubs-Shopping im Netz

14.06.2013 | 15:23 Uhr |

Der Online-Einkauf fehlender Urlaubsutensilien kann zum Albtraum werden, der die ganzen Ferienstimmung vermiest. Damit es nicht soweit kommt, weist ein Sicherheitsunternehmen auf gängige Fallstricke hin, die Online-Kriminelle auslegen.

Zwei von drei Deutschen haben laut einer Untersuchung des Branchenverbands BITKOM bereits Einkäufe im Internet getätigt. Auch in diesem Sommer, der nun endlich auch passendes Wetter bietet, werden wohl viele angehende Urlauber Badehosen, Kameras und andere Urlaubsutensilien im Netz bestellen. Auch Online-Kriminelle wollen daran mitverdienen.

So versenden sie Spam-Mails, in denen sie an sich teure Markenprodukte wie Designeruhren oder Arzneimittel zu vermeintlichen günstigen Preisen anbieten sowie dubiose Mittelchen für die Bikinifigur anpreisen. Wer auf die Links in solchen Mails klickt, landet entweder auf einer mit Malware verseuchten Web-Seite oder in einem gefälschten Online-Shop. In Letzterem werden beim Bestellvorgang Kreditkartendaten abgefragt, eine Warenlieferung erfolgt jedoch nie.

Mails mit vorgeblichen Bestellbestätigungen, Rechnungen oder Mahnungen sowie Paketzustellbenachrichtigungen dienen als Vehikel zur Verbreitung Trojanischer Pferde. Der Textinhalt solcher Mails ist frei erfunden, dient lediglich dazu die Empfänger zum Öffnen des Anhangs zu verleiten. Dieser besteht meist aus einer ZIP-Datei, die ein Trojanisches Pferd enthält.

Dabei handelt es sich oft um Ransomware , die den PC blockiert, um ein Lösegeld zu erpressen – auch als "BKA-Trojaner" bekannt. Andere Schädlinge spionieren die Zugangsdaten für das Online-Banking und Kreditkarteninformationen aus, damit die Täter die Urlaubskasse plündern können.

Der Bochumer Antivirushersteller G Data gibt einige Tipps, wie Sie sich beim Online-Shopping nicht die Freude auf den Urlaub verderben:

  • Sehen Sie genau hin – prüfen Sie die Reputation eines Online-Händlers, bevor Sie dort einkaufen. Achten Sie auf Siegel wie "Trusted Shops", überprüfen Sie deren rechtmäßige Verwendung, indem Sie darauf klicken. Setzen Sie auf Zahlungsdienstleister mit Käuferschutz.

  • Online bezahlen – achten Sie darauf, dass Ihre Daten beim Bestellvorgang verschlüsselt übertragen werden. Dabei beginnt die Web-Adresse der Seite stets mit "http s ://". Der Browser gibt weitere Sicherheitshinweise, etwa ein gelbes Vorhängeschloss oder eine farbig hinterlegte Adresszeile.

  • Nur eine Kreditkarte – wenn Sie mehrere Kreditkarten haben, nutzen Sie nur eine davon für das Online-Shopping. So behalten Sie den Überblick und müssen im Falle eines Betrugs nur eine Karte sperren lassen.

  • Online-Banking – achten Sie bei der Online-Abwicklung Ihrer Bankgeschäfte auf ein gut gesichertes Verfahren, das eine Zwei-Wege-Authentifizierung unterstützt.

  • Sicherheitslücken schließen – installieren Sie die stets die neuesten Sicherheits-Updates für das Betriebssystem, den Browser und dessen Erweiterungen (Flash, Java, PDF-Betrachter) – auch auf dem Smartphone oder Tablet-PC.

  • Spam entsorgen – löschen Sie Werbe-Mails, ohne die Links darin angeklickt oder Anhänge geöffnet zu haben.

  • Sichere Passwörter – vergeben Sie für jedes Benutzerkonto bei Online-Diensten ein anderes, nicht-triviales Passwort.

  • WLAN im Urlaub – achten Sie im Urlaub, auch im Hotel und am Flughafen, darauf, dass ein angebotenes WLAN (WiFi) auch verschlüsselt ist. Verzichten Sie andernfalls auf alle Online-Aktivitäten, bei denen Sie Passwörter oder persönliche Daten eingeben müssen.

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