Online-Sicherheit beginnt zunächst beim eigenen PC. Ein einfacher Virenscanner reicht heutzutage kaum noch gegen die Gefahren im Web aus. Zu schnell ändert sich die Malware, meist gibt es mehrere neue Versionen, bevor für die Ur-Version eine passende Signatur erscheint. Daher sollte man auf moderne Sicherheitssoftware setzen, die zwar noch Signaturen nutzt, aber auch proaktiven Schutz bietet. Dazu gehört beispielsweise, dass unbekannter Code in einer geschützten Umgebund (Sandbox) getestet wird. Sobald dieser Code ein verdächtiges Verhalten an den Tag legt, wird es blockiert, bevor es Schaden am System anrichten kann.
Doch so ein Schutz sollte noch mehr können. Beispielsweise sollte der Browser auf verdächtigen Code überwacht werden. Für
Firefox und den Internet Explorer gibt es zudem meist Plugins, die Links auf ihre Gefährlichkeit hin überprüfen und vor möglichen Schadseiten warnen. Sollte ein System allerdings bereits infiziert sein, ist es praktisch, wenn die Schutzprogramm eine Boot-CD mitliefern, über den Sie den Rechner in einer sicheren Umgebung starten und säubern.
Allerdings kann Ihnen keine Software die nervigste Arbeit abnehmen: Aktualisieren und Patchen. Nur wenn das Betriebssystem und alle installierten Programme, Erweiterungen und Plugins auf dem jeweils neuesten Stand sind, können auch alle Sicherheitskomponenten ineinander greifen.
Das gilt übrigens nicht nur für den eigenen Rechner, sondern für alle PCs und Macs im lokalen Netzwerk. Denn ist beispielsweise der Spiele-PC der Kinder infiziert, ist es für moderne Malware ein leichtes, auch die anderen Komponenten im Netzwerk manipulieren. Das geht beispielsweise durch eine Pharming-Attacke. Dabei gibt sich der infizierte PC als DNS-Server aus. Ist der Angriff erfolgreich, können die Kriminellen etwa Zugriffe auf das Internet auf eigene Webseiten umleiten, selbst wenn der angegriffene PC an sich eigentlich geschützt ist.
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