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Die wichtigsten Programmiersprachen: C, Java, Objective-C

07.11.2012 | 12:42 Uhr |

C ist nicht zu stoppen, Java gibt weiter nach und Objective-C überrollt regelrecht den Markt. So lautet das Fazit für die aktuelle Entwicklung der Programmiersprachen.

Das US-Unternehmen Tiobe veröffentlicht einmal pro Monat eine Statistik zur aktuellen Bedeutung von Programmiersprachen. Dafür wertet Tiobe die Trefferzahlen bei Suchmaschinen und auf einigen anderen großen Webseiten wie Amazon und Wikipedia aus. Daraus ergibt sich für Anfang November folgende Entwicklung:

Der Klassiker C, die Mutter aller C-Sprachen, gewinnt weiter an Bedeutung. Mittlerweile beträgt der C-Anteil an allen Erwähnungen von Programmiersprachen 19,22 Prozent. C hat damit seine Durststrecke aus der zweiten Hälfte der ersten Jahrzehnts nach dem Jahr 2000 deutlich überwunden und ist auf dem Weg zurück zu alter Bedeutung. Ein Hauptgrund dafür dürfte sicherlich sein, dass Embedded-Systeme in immer weitere Bereiche unseres Alltags vordringen und in immer mehr Alltagsgeräten Computerlogik verbaut ist. Da C die Programmiersprache schlechthin für den Embedded-Bereich und für die Maschinen-nahe Programmierung ist (von Assembler einmal abgesehen), muss immer mehr Code in C erstellt werden. Zudem basieren auch einige populäre „Bastlersysteme“ wie Arduino letztendlich auf C.

Der aktuelle Tiobe-Index
Vergrößern Der aktuelle Tiobe-Index
© Tiobe

Java war lange Zeit die bedeutendste Programmiersprache. Doch Oracles (ursprünglich wurde Java von Sun entwickelt, Oracle hat aber Sun aufgekauft) objektorientierte Programmiersprache verliert Jahr für Jahr an Bedeutung. Das überrascht umso mehr, weil Java die Programmiersprache für die Entwicklung von Android-Apps ist und Android wiederum boomt. Eigentlich müsste Java also auch an Bedeutung gewinnen, tut das aber nicht. Nichtsdestotrotz hat Java mit 17,45 Prozent Marktanteil nach wie vor eine sehr große Bedeutung und belegt Platz 2 auf dem Tiobe-Index.

Anders als Java profitiert dagegen Objective-C vom Erfolg der damit verbundenen mobilen Plattform: Apple iPad und iPhone verkaufen sich wie von selbst, dementsprechend gibt es immer mehr Apps für iOS. Die in Objective-C programmiert werden. Das Ergebnis des Apple-Booms:  Platz 3 auf dem Tiobe-Index, mit 10,38 Prozent Marktanteil erstmals die 10-Prozenthürde genommen und seit Mitte 2009 ein sagenhafter Aufwärtstrend.

Auf den weiteren Plätzen folgen C++ (verlierend), PHP (stagnierend) und C# (verlierend).

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