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Tinder-Hack legt Männer rein, die einen Flirt suchen

26.03.2015 | 11:04 Uhr |

Ein Hacker hat die Dating-App Tinder ausgetrickst. Männer dachten sie flirten mit Frauen, dabei waren es nur andere Männer...

Ein in Kalifornien lebender Entwickler hat die Entwicklerschnittstelle (API) der Dating-App Tinder so manipuliert, dass Männer statt mit einer Frau plötzlich mit einem anderen Mann flirteten, wobei beide Parteien nichts davon wussten und jeweils dachten, mit Frauen zu chatten. Das berichtet die US-IT-Seite The Verge.

Demnach habe der Entwickler mit der Aktion das Ziel verfolgt, den Männern zu zeigen, in welchem unpassenden Ton sie oft Frauen über Tinder ansprechen. Auf die Idee kam er, weil er von vielen Frauen Beschwerden über die Anmachsprüche der Männer auf Tinder gehört hatte.

Der Entwickler legte Lock-Profile von Frauen auf Tinder an. Eine von ihm entwickelte Software sorgte dann dafür, dass wenn sich ein Mann für das Profil der Frau interessierte, alle seine Anfragen und Chats über das Fake-Profil direkt an andere Männer weitergeleitet wurden, die sich ebenfalls für die Frau interessierten. Die beiden Parteien dachten also jeweils, sie würden mit der Frau chatten, flirteten tatsächlich aber mit einem anderen Mann.

Einen Teil der dabei aufgezeichneten Gespräche hat der Entwickler an The Verge geschickt, wo sie auch veröffentlicht worden sind. Darunter sind Gespräche wie:

Nutzer 1: "Gratuliere! Deine Bewerbung meine künftige Ex-Frau wurde eingereicht. Drücke 0 um getrennt zu werden oder schreibe jetzt deine Telefonnummer auf."

Nutzer 2: "Was??"

Oder

Nutzer 1: "Ich wäre ein übervorsichtiger Vater"

Nutzer 2: "Huh? Was meinst Du mit 'wäre ein Vater'"

Oder

Nutzer 1: "Im a man."

Nutzer 2: "What is 'aman'? You mean 'awoman'?"


Der Entwickler will mit seinem Tinder-Hack aber auch zeigen, wie leicht sich die API von Tinder für fremde Zwecke missbrauchen lässt. Ursprünglich wollte der Entwickler seinen Plan über einen Twitter-Bot realisieren, scheiterte aber an den Einschränkungen der Twitter-API. "Tinder macht es überraschend einfach, solche Bots in ihrem System zu verwenden. Solange man einen Facebook-Authentifizierungstoken hat, kann man einen Bot wie eine Person agieren lassen."

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