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Tim Cook kritisiert Surface Book von Microsoft

12.11.2015 | 15:15 Uhr |

Apple-Chef Tim Cook halt das neue Surface Book von Microsoft für eine verwässerte Lösung. Es wolle zu viel und sei doch zu wenig.

Apple-Chef Tim Cook hat in einer Gesprächsrunde mit Studenten am Trinity College im irischen Dublin eine Breitseite auf Microsoft abgefeuert, wie die irische Tageszeitung The Independent berichtet. Er bezeichnete Microsofts spektakulärste Neuvorstellung der letzten Jahre, nämlich das Surface Book, als „verwässert“.

Das Surface Book ist das erste direkt von Microsoft vertriebene Notebook . Superschnell und mit einem pfiffigen Klappmechanismus lässt es sich auch als Tablet verwenden. In einem ersten Test zeigte sich, dass das Surface Book drei Mal so schnell wie ein Macbook Pro ist.
 
Genau das ist offensichtlich für Apple das Problem: Dass das Surface Book ein neuer und direkter Konkurrent zum Apple Macbook Pro werden könnte. „Es ist ein Produkt, das zu sehr versucht, zu viel zu machen“, sagte Cook. „ Es versucht, ein Tablet zu sein und zugleich ein Notebook. Doch tatsächlich ist es keines von beiden. Es ist irgendwie verwässert”.
 
Zuvor hatte Cook das Verhältnis zwischen Apple und Microsoft noch als „wirklich gut“ beschrieben.

Hinweis: Im englischsprachigen Originalartikel von The Indipendent wird Cook sowohl mit dem Wort "verwässert" als auch mit "täuschen" zitiert. Apple betonte aber gegenüber der US-Webseite The Verge, dass Cook "verwässert" gemeint habe.

iPad-Verkaufszahlen würden sich erholen
 
Zur Frage, ob das iPad sich immer schlechter verkaufe, weil die Leute zu größeren iPhones wie dem 6(S) Plus greifen würden, meinte Cook, dass das iPad wieder zu alter Stärke zurückfinden würde. Wobei er da aber vielleicht eher an das iPad Pro als an das iPad Air 2 denkt. Denn Cook sagte, dass er selbst nur noch mit iPad Pro und iPhone reisen würde.

Ende des Bargelds

In diesem Zusammenhang prophezeite Cook auch das Ende des Bargelds und die Weiterentwicklung von Apple Pay zu Handy-Zahlungen von Person zu Person. Die Diskussion um die Abschaffung des Bargelds wird gerade in Deutschland immer wieder emotional geführt. Bargeld-Gegner wollen damit Schwarzarbeit, Steuerbetrug und Geldwäsche erschweren. Doch die Deutschen hängen am Baren. Dafür sprechen durchaus gute Gründe: Hätte man kein Bargeld mehr, müsste man sein Geld auf dem Konto lassen. Und wäre dann Negativzinsen wehrlos ausgesetzt. Bei einer Bankpleite könnte man sein Geld zudem nicht mehr rechtzeitig abziehen.

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