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Tierschützer: Internethandel bedroht geschützte Tierarten

Der zunehmende Handel mit geschützten Tieren im Internet fördert nach Überzeugung des Internationalen Tierschutz-Fonds IFAW die Ausrottung gefährdeter Arten.

Der zunehmende Handel mit geschützten Tieren im Internet fördert nach Überzeugung des Internationalen Tierschutz-Fonds IFAW die Ausrottung gefährdeter Arten. Bei einer Stichproben- Untersuchung Ende Juli wurden allein in Deutschland innerhalb von 48 Stunden 353 Wildtiere und ihre Produkte entdeckt, teilte der IFAW am Dienstag in Hamburg mit. Demnach wurden unter anderem lebende Affen, Elfenbein oder Tigerfelle in Internet- Auktionshäusern angeboten. "Das Internet fördert die bereits bestehende Bedrohung vieler Arten", klagten die Tierschützer.

Eine vergleichbare Untersuchung in Großbritannien erbrachte innerhalb einer Woche Angebote für 9000 lebende Wildtiere oder Wildtierprodukte. 70 Prozent davon stammten nach IFAW-Angaben von Arten, die nach internationalem Recht geschützt sind. In London habe sogar ein Gorilla zur Versteigerung gestanden, zum Mindestgebot von 6750 Euro. "Der Internet-Handel ist leicht zu handhaben, er ist preiswert und anonym", kritisierten die Tierschützer. Wirksame Kontrollen seien nur bedingt möglich. "Ziel eines verantwortungsvollen Providers muss es sein, eine lückenlose Überwachung der eigenen Seiten zu gewährleisten", appellierte der IFAW.

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