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Tiefen-Speicher

23.09.2005 | 18:36 Uhr |

Dank HOLOSPEICHERN fasst ein Plastikkärtchen in Briefmarkengröße bald einen abendfüllenden Film.

Fotos, Videos, MP3s – der Speicherbedarf auf Festplatten oder selbst gebrannten CDs wächst unaufhörlich. Die Verwendung von DVDs reduziert die Zahl der Scheiben nur unwesentlich. Unabhängig von der Farbe des Laserlichts oder den Schichten beziehungsweise Seiten einer DVD bleibt ein Nachteil: Ähnlich einer Schallplattennadel liest und schreibt ein Laserstrahl die Daten Bit für Bit – dieser Vorgang erfordert viel Zeit und Geduld vom Nutzer. „Die Kunden haben sich daran gewöhnt, dass man eine CD in ein paar Minuten beschreiben kann“, hat Steffen Noehte beobachtet. Er ist Gründer und Geschäftsführer des Heidelberger Start-Ups Tesa Scribos. „Bei den DVDs der Zukunft wird das immer länger dauern, da sich die Datenmenge rasant erhöht.“ Zusammen mit Matthias Gerspach hat Noehte entdeckt, dass sich Tesafilm prinzipiell als gigantischer, wenn auch nur einmal beschreibbarer Datenspeicher eignet. Seither perfektioniert er die Methode. Noehte schreibt Daten, die Produkte gegen Fälschungen sichern könnten, in
millimeterkleine Schnipsel. Ein nützlicher Zwischenschritt auf dem Weg zu Terabyte-Datenspeichern aus Klebeband. RIESIGE DATENMENGEN ZU VERSTAUEN IST PRINZIPIELL SIMPEL: Nicht nur die Oberfläche, sondern die gesamte Dicke eines Datenträgers werden genutzt. Mit einem nahezu transparenten Plastikplättchen machen die Japaner NTT DoCoMo das vor.

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