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China blockiert Youtube und Google-News

17.03.2008 | 13:28 Uhr |

Der eskalierende Tibet-Konflikt schlägt auch im Internet Wellen: China verhindert derzeit anscheinend den Zugriff chinesischer Nutzer auf Google-News und Youtube.

Die Unruhen in Tibet und das dortige Blutvergießen sind nicht gerade förderlich für das Image des kommunistischen Staates. Ganz besonders im Olympia-Jahr 2008 schaden negative Berichte und Bilder aus dem annektierten Tibet der Selbstdarstellung Chinas als freundlicher Gastgeber für die olympische Jugend der Welt. Um die Auslandsberichterstattung zu unterbinden, lässt China jetzt keine Ausländer mehr nach Tibet einreisen. Die eigene Bevölkerung soll ebenfalls nichts mehr über den Konflikt erfahren: China sperrt seinen Internetnutzern den Zugang zum Google-Newsservice und zu Youtube.

Damit soll vermutlich auch verhindert werden, dass weitere Videos mit blutigen Szenen aus Tibet ins Internet gelangen. Einige Videos von den Demonstrationen aus der Gegend sind bereits bei YouTube.com veröffentlicht worden. China verhält sich damit ähnlich wie vor einem Jahr das benachbarte Myanmar (ehemals Birma). Als es damals in Myanmar zu Unruhen kam, unterbrach die Regierung den Internetzugang, um regimefeindliche Berichte und Videos aus dem Internet fernzuhalten.

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