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The Interview ist Sony Pictures erfolgreichster Online-Film

29.12.2014 | 09:46 Uhr |

Bisher war der Film „The Interview“ für Sony Pictures eine einzige Pleite. Doch nun schreibt die Nordkorea-Komödie erstmals Positiv-Schlagzeilen – sie ist nämlich der erfolgreichste Online-Film von Sony Pictures überhaupt.

Nach dem desaströsen Hackerangriff auf das Netzwerk von Sony Pictures, dem abgesagten Kinostart und der Schelte durch US-Präsident Obama liefert „The Interview“ nun erstmals positive Schlagzeilen für Sony. Denn “The Interview” ist bereits jetzt der erfolgreichste Film, den Sony Pictures jemals via Internet verbreitet hat.
 
„The Interview“ hat bis jetzt via Internet-Streaming oder Download 15 Millionen US-Dollar in die Kassen von Sony Pictures gespült. Sony Pictures verbreitet den Film seit letzten Donnerstag über verschiedene Webseiten und Online-Plattformen wie PlayStation Network oder Microsoft Xbox Video sowie Youtube und Google Play. Apple nahm den Film am Sonntag ebenfalls in sein iTunes-Angebot auf.

The Interview von Sony Pictures nimmt das nordkoreanische Regime von Kim Jong Un auf die Schippe.
Vergrößern The Interview von Sony Pictures nimmt das nordkoreanische Regime von Kim Jong Un auf die Schippe.
© Sony Pictures

 
Laut Sony Pictures wurde der Film bis gestern über zwei Millionen Mal heruntergeladen oder gestreamt. In den USA kann man sich den Film für 5,99 Dollar anschauen und für 14,99 Dollar kaufen.
 
„The Interview“ ist aber nicht nur via Internet verfügbar. In den USA zeigen auch 331 (kleinere) Kinos den Film. Dort soll er bis jetzt um die drei Millionen Dollar eingespielt haben. Die größeren Kinoketten in den USA hatten allerdings kalte Füße bekommen und sich geweigert den Film zu zeigen. Weil sie Angst vor Terroranschlägen hatten oder haben.

 
Mit den bisherigen Einnahmen konnte Sony Pictures allerdings noch nicht die Produktionskosten einspielen. Denn diese belaufen sich auf rund 75 Millionen US-Dollar, wie Branchenkenner vermuten.
 
Der Film „The Interview“ dürfte als einer der skandalträchtigsten Filme in die Geschichte eingeben. Erst der Riesen-Hack gegen Sony Pictures, danach die Verbreitung von bei dem Hack erbeuteten internen Mails, Drehbüchern und Decknamen von Prominenten. Danach die Terrordrohung gegen Kino-Betreiber. Schließlich der Vorwurf des FBI, dass Nordkorea hinter dem Hackerangriffe stehe. Dann die Kritik des US-Präsidenten an Sony wegen des Rückziehers beim Starttermin für den Film. Schließlich ging auch noch Nordkorea vom Netz – möglicherweise ein Racheakt der USA. Und zu allem Überfluss beleidigte Nordkorea den US-Präsidenten Barack Obama als „Affen im Urwald“.
 
 

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