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Cyber-Attacken kosten jährlich fast 7 Millionen Euro

09.10.2012 | 05:14 Uhr |

Eine Studie aus den USA hat ergeben: Firmen zahlen im Jahr durchschnittlich fast 7 Millionen Euro im Kampf gegen Cyber-Kriminalität. Und die Häufigkeit der Angriffe nimmt zu.

Das unabhängige Forschungsinstitut Ponemon  hat 56 Unternehmen und staatliche Organisation nach ihren Kosten verursacht durch Cyber-Kriminalität befragt. Das Ergebnis: Im Jahr kommen durchschnittlich fast 7 Millionen Euro zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die gleiche Studie durchgeführt wurde, entspricht das einer Steigerung von rund 6 Prozent.

In den Kosten für Cyber-Kriminalität werden in der Studie 5 "externe" Faktoren berücksichtigt: Betriebsstörungen, Diebstahl oder Verlust von Informationen, Verlust von Einkünften, Beschädigung der Ausstattung und "Sonstiges". Dazu kommen weitere 5 "interne" Faktoren: Ermittlung des Problems, Untersuchung, Eingrenzung, Erholungsphase und fortwährender Schutz vor weiteren Attacken.

Erstmals befragte Ponemon nicht nur US-Firmen, sondern weitete die Studie auch auf andere Länder - darunter England, Deutschland, Australien und Japan - aus. Die verursachten Kosten durch Cyber-Kriminalität waren in Ländern außerhalb der USA merklich geringer: Knapp 4,5 Millionen Euro in Deutschland und nur 3,9 Millionen Euro in Japan beispielsweise. Die Studie liefert auch gleich einen möglichen Beweis dafür, warum die durch Cyber-Kriminalität verursachten Kosten in den USA so viel höher liegen: "Wir haben herausgefunden, dass US-Firmen weitaus häufiger Opfer von Cyber-Kriminalität werden - und zwar von der besonders teuren Sorte", heißt es im Report.

In England und Australien, wo die Kosten für Cyber-Kriminalität bei rund 2,4, beziehungsweise 2,5 Millionen Euro jährlich liegen, waren Denial-of-Service-Attacken besonders häufig zu beobachten. Deutsche Firmen hatten am wenigsten Ärger mit solchen Attacken, ebenso mit bösartigem Code.

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