Teure Luftnummern
Scareware zur Systemoptimierung
Online-Kriminelle setzen zunehmend auf vorgebliche Tools zur Systemwartung, die wie die betrügerischen Virenscanner nur so tun als ob. Sie täuschen Computer-Probleme vor, wo keine sind und nerven mit Warnmeldungen.
Es hat sich inzwischen herum gesprochen, dass im Internet betrügerische Antivirusprogramme (Scareware, FakeAV) verbreitet werden, die mehr Probleme bereiten als sie lösen. Daher erweitern Online-Kriminelle inzwischen ihre Angebotspalette um betrügerische System-Tools, die vorgeben den PC zu optimieren und seine Leistung zu verbessern.
Im Sunbelt Blog berichtet Tom Kelchner über eine Familie von Scareware-Tools namens "FakeAV-Defrag", deren Mitglieder unter Namen wie Ultra Defragger, ScanDisk-Defragger, WinHDD, HDDPlus, HDDRescue, HDDRepair oder HDDDiagnostic unters Volk gebracht werden. Dabei kommen die bekannten Methoden der Scareware-Vermarktung zum Einsatz.
Während es inzwischen verschiedene Websites gibt, die Listen mit legitimen Antivirusprogrammen führen, fehlt dergleichen für PC-Optimierungsprogramme. Die Sinnhaftigkeit einiger (nicht als Scareware einzustufender) Tools dieser Art erscheint allerdings ohnehin zumindest fragwürdig.
Die Scareware-Tools täuschen eine Systemdiagnose vor und melden dann vorgeblich gefundene Probleme, etwa eine völlig fragmentierte Festplatte oder Registry-Fehler. Sie nerven dann mit ständig aufpoppenden Hinweisfenstern, die dazu nötigen zur Lösung der vermeintlichen Probleme eine Vollversion der Betrüger-Software zu kaufen. Darin unterscheiden sie sich nicht von den falschen Antivirus- oder Antispyware-Produkten.
So gibt es für Anwender auch den gleichen Rat: laden Sie sich Software, egal welcher Art, nur von seriösen Anbietern herunter, kaufen Sie nur bei vertrauenswürdigen Händlern.



31.12.10
Tach zusammen!
PC-Welt hat in der Vergangenheit ungezählte "Systemoptimierungstools" in allen Variationen angeboten. Daran wird sich zukünftig nichts ändern. Das ist auch i. O
Nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist PC-Welt dazu verpflichtet, die Leser ihres Magazins vor s.g. „Scareware“ - generell vor schädlicher Software zu schützen.
Wie viel Aufwand wäre es, wenn PC-Welt die im Magazin angebotenen Tools probeinstalliert und testet? Dazu gehört meiner Auffassung auch zu prüfen, ob mit den Tools keine unerwünschten Ferkeleien auf einen Rechner importiert werden; jedoch Uninstall-Routinen mitgeliefert werden – und wie effektiv (sauber) diese arbeiten?
Es gibt Tools, die „verbeißen“ sich derart tief ins System, dass es selbst versierten Fachleuten sehr schwer fällt, alle Spuren, Datenmüll (gefahrlos!) zu beseitigen. Stellvertretend für diese Spezies sei die Freeware „Open Office“ genannt.
Der Hinweis - von Virenscanner „Kxyz“ – geprüft – ist keine Garantie dafür, dass, wie auch immer geartet Daten tatsächlich keine Viren beinhalten. Ich wurde Opfer einer von „Kxyz“ angeblich geprüften Software.
Welcher Aufwand wäre es für PC-Welt, alle vorgestellten, zum Download angebotenen Tools, auf einen Stand-Alone Rechner zu testen? 5 Minuten Installation. 60 Min. oder > um die ggf. importierten „Schweinerei“ zu beseitigen, um uns, die ahnungslosen Leser, nicht zu Opern zu machen?
Was wäre doch ok so. Wenn PC-Welt mir einen Rechner stellt, würde ich „für lau“ den erfahrenen(!) Tester machen und berichten. Kein Spaß!
Beste Grüße und ein frohes, gesundes, erfolgreiches Neues Jahr!
„Zerochecker“ -> Ich stehe auf Understatement
Ps.: Falls PC-Welt die vorgestellten Tools testet, sollte die Qualtätssicherung die Testverfahren prüfen.
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31.12.10
Außerdem bringen sie immer wieder kostenlose Sicherungsprogramme auf den Heft- und Notfall-DVDs.
Nach einer Systemsicherung kann man gefahrlos alles testen und hinterher wieder rückstandslos beseitigen, indem man die Systemsicherung wiederherstellt. Man muss nur mal aus dem Sessel raus kommen und es auf dem eigenen PC selbst anleiern. ;)
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