22.06.2012, 05:30

Michael Söldner

Teuer

LinkedIn wegen Passwort-Leak auf 5 Mio. Dollar verklagt

©linkedin.com

Der Diebstahl von über sechs Millionen Nutzerkonten auf dem Business-Netzwerk LinkedIn könnte für die Betreiber teuer werden.
Anfang Juni veröffentlichte ein russischer Hacker knapp sechseinhalb Millionen Passwörter des Business-Netzwerks LinkedIn im Internet. Die Auswirkungen dieses Sicherheitslecks könnten sich für die Betreiber der Seite als teure Angelegenheit erweisen. In einer Sammelklage werden Schadenersatzzahlungen von mindestens fünf Millionen US-Dollar gefordert.
Eine entsprechende Beschwerde über die mangelhaften Sicherheitsmechanismen wurde nun in San Jose eingereicht. Darin wird LinkedIn der Bruch der mit den Nutzern geschlossenen Verträge vorgeworfen. Auch die Datenbanken des Unternehmens seien nicht mit den zu erwartenden Verschlüsselungen gesichert worden.
Als Hauptkläger tritt Katie Szpryka auf, die über einen Bezahlaccount bei LinkedIn verfügt. Die Sammelklage schließt jedoch auch Nutzer eines kostenlosen Kontos beim Business-Netzwerk mit ein. Im Laufe der wahrscheinlichen Verhandlung muss zunächst geklärt werden, ob LinkedIn seine Nutzerdaten ausreichend vor Zugriffen Dritter geschützt hat.
Die sechs Millionen Kundendaten, die über Twitter verbreitet wurden, enthielten glücklicherweise nur die Passwörter, die Benutzernamen wurden nicht veröffentlicht. Trotzdem sollten Mitglieder des Netzwerks ihre Kennwörter vorsichtshalber ändern.
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